Vogelgrippe, saisonale Grippe, Schweinegrippe, Neue Grippe, …
Er hat gesprochen. Endlich. AT ist erlöst von den Qualen der täglichen Entscheidung: Impfen – ja oder nein?
Ein Blick in eine beliebige Zeitung (oder in’s nicht weniger hysterische Internetz): „Neue Grippe: Regel-Wirrwarr ärgert die Ärzte“; „Elfjährige erstes Todesopfer in Österreich“; „Wieder ein Grippetoter“; „Neue Grippe: Die Zahlen explodieren“…
Sie verstehen, dass ich diesmal auf eine Verlinkung der einzelnen Pressemeldungen verzichte? Danke!
Unser oberster Gesundheitshüter, Herr Gesundheitsminister Alois Stöger, selbst ungeimpft, plädiert nun zu mehr Gelassenheit im Umgang mit der „Schweinegrippe“. Und präsentiert auch gleich interessante Zahlen, die ich so vereinigt in einem Artikel noch nicht fand (warum diese nur im Offlineartikel der Kleinen Zeitung vom 16.11.2009 genannt werden, konnte ich nicht eruieren…):
- Infektionen in AT, Stand gestern: 10.000 – 20.000
- Davon gravierende Fälle: > 10
- Geimpft wurden: ca. 100.000
- Nebenwirkungsmeldungen: 22
Unter der Voraussetzung, dass der Höhepunkt der Infektionen noch nicht erreicht ist (der soll angeblich im Jänner sein) sowie unter Zugrundelegung der Einwohnerzahl AT’s (rund 8 Millionen) und der unrealistischen Annahme, dass der Impfschutz 100 % beträgt, ergeben sich folgende groben Schätzungen:
- 1 von 400 holt sich die Infektion,
- 1 von 4545 Geimpften hat Nebenwirkungen und
- 1 von 800.000 Infizierten (= Ungeimpften) ist ein gravierender Fall.
Die letzte Zahl erinnert an die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes: Auf 1,2 Millionen Flüge westlicher Maschinen kam im Jahr 2008 laut Statistik ein Unfall!
Dagegen sollte man sich impfen lassen…
BTW: Kennen Sie die „European Scientific Working Group on Influenza“ (ESWI), die in Europa massiv vor der Grippe warnt und von Pharmafirmen finanziert wird? Nein?
Dann empfehle ich, hier weiter zu lesen
Vergleichende Distributionsforschung
Nachdem mein PC zufrieden mit K/Ubuntu 9.04 (Online-Upgrade von 8.10) vor sich hin werkelt, befindet sich auf meinem Laptop IBM ThinkPad T41 (das fünfte Jahr in taufrischer Verwendung) noch immer Linux Mint 5 „Elyssa“ (Basis: Ubuntu „Hardy Heron“, 04/2008; LTS). Aufgrund der anderen Orts beschriebenen Schwierigkeiten war vor einem halbem Jahr ein Upgrade auf eine jüngere Distribution oder Version meiner Wahl noch (immer) nicht möglich…
Also werde ich mir das nun (Herbst 2009) von Neuem anschauen; folgende Distris habe ich mir herausgepickt:
- Knoppix V6.0.1 „Ariadne“ (02/2009)
- gOS 3.1 “Gadgets“ (basierend auf Ubuntu 8.04)
- Xubuntu „Karmic Koala“ (29.10.2009)
- Mandriva Linux „2010.0″ (03.11.2009)
openSUSE, obwohl sehr populär, scheidet daher aus: Die Verwendung von 11.1 mit GNOME auf meinem Notebook setzt die meditativen Fähigkeiten eines Zenpriesters voraus.
Ich gehe davon aus, dass die Verwendung einer alternativen Desktopumgebung keinen Turboschub bewirken würde…
Dass alle Apps, die ich so verwende (easyTAG, MP3Gain, Rhythmbox, Mobile Connect,…) funktionieren werden, nehme ich einfach einmal als gegeben an. Sehr empfindlich bin ich beim Schriftbild: Ich mag es gerne scharf (wenn ihr wisst, was ich meine
. Auch die übrige Erscheinung ist mir wichtig – hier schadet ein wenig Attraktivität nicht, auch wenn man sich aufgrund der für heutige Verhältnisse dürftigen GraKa keine Wunder erwarten darf.
Der Ablauf: Das ISO-File wird heruntergeladen, auf CD gebrannt und – soweit die Möglichkeit besteht – vorerst einmal im Live-Modus ausgeführt. Wenn das befriedigend funktioniert, sprich die CD offensichtlich fehlerfrei ist und der Ersteindruck ein positiver ist, erfolgt eine Evaluationsinstallation auf einer für diese Zwecke „freigestellten“ Harddisk. Danach kommt das Update mittels der jeweiligen Paketverwaltung dran.
Meine Betrachtungen beziehen sich daher immer auf den Status der fixen Installation auf diesem Stück Hardware und stellen selbstverständlich keine Bewertung der jeweiligen Distribution dar!
Knoppix V6.0.1 „Ariadne“
- Installation und Hardware-Erkennung
Der Zugang zum OS ist anders als gewohnt: Beim Starten wird man von einem Sprachausgabe-unterstützten Desktop-System, dass sich vorerst mit einem dialogbasierten Anwendermenü begnügt, empfangen (hier erfährt man, warum). Im installationsfreien Betriebsmodus wird (auch) der WLAN-Zugang problemlos erkannt.
Nur leider: Eine zufriedenstellende Installation gelang zweimal nicht… ![]()
Einmal versuchte ich es direkt, ohne den Live-Modus zu bemühen, machte das Update und absolvierte „Zusätzliche Programme installieren“ (amarok, msttcorefonts, flash-plugin,…), danach gab es zwar mehrere Startoptionen (Adriane, Debian xxx,…), aber unter keiner Option war ein Start möglich.
Der zweite Versuch war dann vom Live-Modus aus, ohne Update und nur mit „Zusätzliche Programme installieren“: Trotz vieler Versuche und Neustarts weigerte sich das WLAN, Verbindung aufzunehmen.
Auch das Anhängen ans Netzkabel blieb erfolglos – leider!
- Look and Feel
LXDE ist die Arbeitsumgebung, die hier Verwendung findet. Teilweise ohne den Bequemlichkeiten der größeren und schwereren Brüder KDE und GNOME, aber trotzdem mit 3D-Effekten und Compiz. Sehr akkurat und offensichtlich schlank, da ich keine Einschränkungen in der Performance nachweisen könnte.
Somit leider aus meiner Auswahl der Empfehlungen ausgeschieden: Tolle Basis, viele nützliche Tools, aber nicht ausreichend DAU-sicher
gOS 3.1
- Installation und Hardware-Erkennung
Einfach spitze! Keinerlei Probleme im Live-Modus, nach Installation und dem Update. Habe noch die „ubuntu-restricted-extras“ und „msttcorefonts“ nachinstalliert – fertig!
Einschränkungen habe ich nur bei meinem E630+ Modem für das mobile Internet. Das nm-Applet kann ich nicht zur Mitarbeit bewegen, der nachträglich installierte „Mobile-Connect-Card-Driver-For-Linux“ ist höchstmöglich zickig, sodass ich diese Funktionalität vertrauensvoll in die Hände von GNOME PPP legte.
- Look and Feel
Sagen wir mal: Gewöhnungsbedürftig. Die Einstellungen scheinen für kleine (Netbook)Monitore optimiert worden zu sein, kommen mir an diesem Gerät eigentlich entgegen. Das untere Dock (wbar) gibt dem Ganzen einen Apfel-Stich, Google ist mit seinen Gadgets und Verlinkungen allgegenwärtig. BTW: das „g“ bei gOS steht für „green“ oder für „good“, je nachdem, wo man nachschaut (mehr dazu: Klick).
Die Änderung der Anwendungen im Dock funktioniert gut, dazu gibt es einen eigenen Menüpunkt unter „Zubehör“ -> „WbarConf“; ein Rechtsklick auf das Dock aktualisiert dieses. Nicht erschrecken, wenn nach dem Editieren das Dock nicht wieder auftaucht: Einfach das Änderungstool wieder aufrufen und den letzten Eintrag deleten, irgendwas war mit dem nicht in Ordnung. Das Dock bleibt bei geöffneten Anwendungen im Hintergrund; das ist auf kleineren Monitoren von Vorteil, erzwingt aber zur Sichtbarmachung einen zusätzlichen Klick zur Anzeige der Arbeitsoberfläche.
Als grafische Oberfläche kommt zwar Gnome zum Einsatz, das macht dem responsiven Verhalten aber keinen Abbruch :
Die Nachinstallation von Compiz hätte ich mir sparen können; es scheint, dass die Verwendung so ohne weiteres, vielleicht auch begründet durch die „schmale“ Hardware, nicht möglich ist (bin dem nicht weiter nachgegangen).
Out-of-the-box funktioniert der Standby-Modus einwandfrei, der Ruhezustand ist allerdings nicht möglich.
Das bleibt jetzt alles einmal ein bisschen auf der Platte und wird ausreichend getestet! Derzeit denke ich, dass gOS mit Platz 23 bei Distrowatch heftig unterbewertet ist
UPDATE:
Nach Update des „network-manager“ auf die Version, die in 8.10 enthalten ist (0.7.1), wird die Einrichtung des mobilen Breitbandes durch einen Assistenten unterstützt… und noch viel wichtiger: Es funktioniert danach auch perfekt! So kann ich GNOME PPP aus seinen Diensten entlassen ![]()
Weiters wär’s gut gewesen, erst einmal hier ein bisschen zu lesen, als zu meckern, dass Compiz Probleme bereitet ![]()
Suspend-to-ram funktionierte einwandfrei out-of-the-box, suspend-to-disk zu aktivieren habe ich hier gefunden. Auch nachinstalliert habe ich den „Storage Device Manager„, auf den hier verwiesen wird. Nach der Entfernung von Windows habe ich dann noch Grub gemäß diesem Post angepasst.
Xubuntu „Karmic Koala“
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie ich heute (21.10.09) über eine Release befinden kann, die doch erst in etwas mehr als einer Woche erscheint…?
Jene, die dem obigen Link gefolgt sind, wissen es bereits: Es handelt sich um eine Beta, die aber einer laufenden Aktualisierung unterliegt, sodass das (theoretisch) am Releasetag durchgeführte Update die endgültige Version zum Ergebnis hat. „Theoretisch“ deshalb, weil die Serverbelastung an diesem Tag (29.10.) mit Sicherheit bis zum Abwinken sein wird ![]()
Für mich hat das aber den Vorteil, dass ich ab diesem Datum nur mehr die Deltafiles brauche, um das aktuelle System mein Eigen nennen zu dürfen, und den Server nicht mit einem kompletten Download belasten muss.
So, genug davon, jetzt zum Eigentlichen:
- Installation und Hardware-Erkennung
Ubuntutypisch (jetzt wieder) einwandfrei. Alles wurde erkannt, die Aktualisierung nach Installation (circa 360 Dateien!) erfolgte einwandfrei, auf fehlende Übersetzungen wird hingewiesen und nachgefragt, ob die nun geholt und integriert werden sollen, etc.. Im Gegensatz zu den beiden Vorversionen, die auf meinem IBM ThinkPad T41 mal wegen dem Grafiktreiber, mal wegen anderem Kleinzeug Troubles erzeugten, schaut es diesmal auf Anhieb gleich vieeeel besser aus *freu*
- Look and Feel
Na ja, der Kontrast zu gOS (siehe oben) hätte größer wohl nicht sein können: Firefox kann ich nicht dazu überreden, den Systemeinstellungen des Schriftbildes zu folgen (Arial, keine Kantenglättung) und die vorhandenen Themes sind allesamt nicht wirklich sexy. Der Desktop präsentiert sich recht nüchtern, was zwar kein funktioneller Abstrich ist, aber halt… na ja… :-7
Nach dem Neustart erfolgt automatisch die Verbindung zum WLAN – doch leider bootet „Karmic Koala“ nicht (auffällig) schneller (wie eigentlich angekündigt). Suspend to disk und -RAM sind endlich zuverlässig zu verwenden. Wesentliche Einschränkungen… leider: Mobiles Internet war fein einzurichten, aber nicht zuverlässig zum Laufen zu bringen.
Und jetzt schreibe ich wieder von meiner alten Mint-Installation aus, weil nach Einschalten des „Anzeigen-Compositing“ die Monitorausgaben infolge Farbstreifen völlig unbrauchbar wurde ![]()
Wir dürfen aber nicht vergessen, dass ich hier eine Betaversion verwende; es gilt daher: Fortsetzung folgt im November – siehe oben
UPDATE:
Xubuntu läuft nach einem einfachen Installationsablauf nunmehr auf meinem PC, nachdem ich mir das Upgrade von meiner bestehenden Version 9.04 zerstörte. Das Problem mit der verwaschenen Schrift (infolge Kantenglättung, s.o.) hatte ich (aufgrund heutiger Aktualisierung?) im Gegensatz zum Zustand nach Installation nicht mehr *freu*
Mandriva Linux „2010.0″
- Installation und Hardware-Erkennung
Die Live-CD (One) liegt leider nur mit Gnome- oder KDE-Desktop vor, kann aber natürlich nachträglich um andere Umgebungen erweitert werden. Die Installation verläuft diskret mit wenigen Fragen nach Lokalisation, Sprache, Tastatur, etc. Die vor dem eigentlich Runterkopieren der Dateien auf die Festplatte und nach dem Durchsuchen der Hardware gestellte Frage nach dem Entfernen nicht benötigter Pakte habe ich zwar mit „ja“ beantwortet, aber ob die Installationsdauer dadurch verkürzt wurde, könnte ich nicht beschwören… Da war die nächste Frage des Assistenten nach dem Säubern des „/tmp“-Ordners bei jedem Systemstart schon nachvollziehbarer ![]()
Sehr fürsorglich ist der Assistent auch beim I-net-Zugang: Nach dem ersten Bootvorgang wird dessen Einrichtung genauso abgefragt die Einstellungen zum Benutzers (= Name, PW)!
- Look and Feel
Der Startsound versetzt mich in den Dschungel und Compiz Fusion läßt sich ohne Gemurre aktivieren. Wir erinnern uns: Das war auf dieser Maschine unter Kubuntu nicht möglich! Zwei weitere Optionen hält der Menüpunkt „3D-Desktop-Effekte“ für uns bereit: keine Effekte und Metisse.
Nicht wirklich wichtig, aber trotzdem angenehm ist auch die Tatsache, dass in der Grundinstallation schon ein paar Bildschirmschoner mit dabei sind und nicht – wie bei Kubuntu 9.10 – erst nachträglich hinzugefügt werden müssen.
Nach dem bisherigen Verwöhnpaket folgte dann aber die rasche Ernüchterung: Nach dem Erweitern der Installationsquellen mittels URPMI konnten zwar die win32-codecs bequem aufgefunden und installiert werden, aber das war’s dann auch schon… ![]()
Die Streams von Shoutcast verlangten nach einem gstreamer-Plugin, das zwar gleich angeboten, aber nicht auf die Schnelle integrierbar war; mehrere Versuche waren notwendig. Das Hinzufügen der msttcorefonts wird gleich einmal gar nicht unterstützt, das entsprechende RPM-Paket von rpmseek schafft mich (ich glaube, dieser Link war dann die Lösung). Allerdings hätte ich mir das Herumgefrickle ruhig sparen können, weil auch nach Auswahl des Fonts „Arial“ und Deaktivierung der Kantenglättung das Schriftbild nicht meinen Vorstellungen entsprach.
Apropos Gefrickle: Meine geliebten „sudo apt-get ….“-Befehle kann ich natürlich kübeln, verwendet Mandriva doch RPM, den „Red hat Package Manager“. Da ist wohl Lernen angesagt
Soweit kam es dann aber nicht mehr: Mandriva entzog sich einer weiteren Auseinandersetzung mit mir, indem es sich – offensichtlich enttäuscht von meinen Fähigkeiten - ins Datennirvana zurückzog und mich mit einem stabilen, therapieresistenten schwarzen Bildschirm einsam zurückließ…
Bist du ein „Flach-“ oder „Tiefwurzler“?
Ein wirklich netter Artikel, den uns die OÖNachrichten anbieten.
Was denkt ihr darüber?
Wenn’s nicht so traurig wäre,…
… müsste man ja lauthals lachen: Im Gefolge der derzeitigen (welt)wirtschaftlichen Situation ist abzusehen, dass die mageren Jahre noch länger nicht vorüber sind. Warum? Nun, wenn die Wirtschaft wieder anspringt, geht’s an’s Löcherstopfen der durch die diversen Staatshilfen entglittenen Budgets. Nicht nur hier in AT.
Was daran unterhaltsam ist? Na ja, wir hören schon die Vorzeichen: Einsparungen auf breiter Front sind nicht durchsetzbar, es geht nur via Erhöhung von Massensteuern/-abgaben,…
Wie waren doch die Ergebnisse der Armutskonferenz, nachzulesen im Sozialbericht: „Über zwei Drittel besitzen keine nennenswerten Geldvermögen. Die Hälfte der privaten Haushalte verfügt gar nur über 8% des gesamten Geldvermögens“ und weiter: “Reichsten 10% besitzen 54% des gesamten Geldvermögens. Oberstes Promill soviel wie gesamte untere Hälfte aller Haushalte.“
Der Umkehrschluss: 90 % besitzen lediglich 46 % des gesamten Geldvermögens!
Wie lautet daher die ausgegebene Angstthese gegen die Vermögenssteuer, um eine Solidarisierung des „Mittelstandes“ mit den Bedürftigen zu verhindern, das Wahlvolk zu illuminieren UND gleichzeitig die Vermögenden zu schützen: „Das ist eine glatte Eigentumssteuer für den Mittelstand, die auch den hart verdienten Schrebergarten betreffen wird“.
Österreich hebt im internationalen Vergleich niedrige Vermögenssteuern ein: Während vermögensbezogene Steuern im OECD-Schnitt 2,0 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, sind es hierzulande nur 0,6 Prozent (Stand 2006).
Muss die allgemeine Politik(er)verdrossenheit noch weiter beleuchtet werden? Wohl kaum…
Und ewig lockt die DSLR??
Da die Urlaubszeit – wahrscheinlich nicht nur für mich – immer auch Fotozeit ist, hatte ich genug Zeit, mich wieder mit meiner Lumix DMC-FZ7 (eine Bridgecam aus 2006 von Panasonic mit einer Optik von Leica) zu beschäftigen. Obwohl ich grundsätzlich mit der Cam sehr zufrieden bin – habe sie gebraucht 2007 ersteigert – verspüre ich doch zwei nicht unwesentliche Einschränkungen: zum einen fehlt mir manchmal ein echtes Weitwinkel (meine Lumi fängt beim KB-Äquivalent 35mm an), zum anderen läßt die (damals) verbaute Bildengine ohne Qualitätsabstriche keinen höheren ISO-Wert als 80, maximal 100 zu. Damit ist Restlichtfotographie, von mir früher gern ausgeführt, eine Illusion…
Nachdem meine Freunde mit überwiegender Mehrheit mit DSLR’s „herumbüdln“, habe ich mich an den (wenigen) Regentagen den derzeitigen Angeboten gewidmet. Als typischer Stellvertreter einer Einsteiger-DSLR mit guter Bewertung habe ich die Nikon D60 ausgemacht. Doch je mehr ich mich in die Materie hinein arbeitete, desto weniger überzeugten mich das Konzept, das Modell und die Prinzipien. Verglichen mit meiner derzeitigen Gerätschaft habe ich für meine (Amateur)Bedürfnisse folgende Punkte gefunden, die mich stören:
- Nikon verbaut Kunststoff-Bajonette auf seinen Objektiven. Das mag durchaus funktionieren und (vielleicht) auch keine Einschränkung sein, sehr wertig und schön ist es nicht.
- Keine Spiegelvorauslösung möglich (?).
- Weil’s zum vorigen passt: das Konzept der DSLR mit Pentaprismensucher ist m. E. technisch überholt
- Eine D-/SLR, aber ohne Möglichkeit der Abblendung zwecks Kontrolle der Schärfentiefe. Ist das nicht einer der wichtigen Gründe, sich überhaupt eine D-/SLR anzutun??
- Die gelieferten Kit-Zooms sind Suppenzooms: die blinden Dinger, obwohl nur 3-fach Zooms, haben eine Mindestlichtstärke von Blende 3,5. Das ist eine halbe Blende mehr als mein derzeitiges 12-fach Zoom…
- Der verbaute Bildsensor verträgt aufgrund seiner Größe natürlich eine höhere ISO-Zahl. Trotzdem macht das Objektiv das Foto, und es kostet teuer, für Availablelight, verbesserte Freistellung, etc. eine feste Brennweite mit höherer Lichtstärke zu wählen: Nikon nimmt für das 28mm/2.8 nicht unter € 277,-…
- Wie schaut das bei den Nikon-Zooms aus? Ein 80-200mm/2,8 kostet vierstellig. Hallo, ist da wer??
- Hat man also mächtig investiert, um seinen Auftritt profimäßig zu gestalten, fängt das Herumgeschleppe des Linsengerichtes an. Wie oft wird man sich das antun?
- Endlich mit Cam am Ort des Geschehens, empfängt den Fotografen das Herumgewechsle der Objektive (natürlich nur für den Fall, das der Leibeigene mit dem zweiten Kamerabody frei hat
. - Uuups… die Dinger können ja nur Fotografieren und kein Video drehen

Na ja, vielleicht hat Mum ihre schnuckelige Einfachdigi mit, um Paps aus der Patsche zu helfen
- Und weil wir ja beim Live-View gespart haben, sehen wir die Fehlbelichtung erst nach dem Shot.
- Apropos Live-View: Ausschnittwahl ohne die Kamera zum Auge nehmen zu müssen hat mir die besten Portraits beschert!
- Die Abstimmung der Bildengine mit dem verwendeten Objektiv ermöglicht das „Rausrechnen“ von Abbildungsfehlern, die bei jedem Objektiv entstehen (auch beim besten!). Wie gut wird das wohl funktionieren, wenn ich vorne was raufschraube, was die die Cam nicht kennt?
- Und zu guter Letzt: Wenn ich meine Pics mit denen meiner DSLR-Friends vergleiche, brauche ich meine zumindest nicht verstecken.
Sorry, überzeugt mich alles nicht!
Dazu kommen Situationen, wie ich sie jetzt im Urlaub erlebte: zwei Rehe stehen rechts am Feld, weiter entfernt, wir fahren mit dem Auto vorbei. Ich bleib stehen, lasse das Fenster runter, greife nach der umgehängten Cam, Objektivdeckel runter und einschalten, zoomen auf 432 mm (entsprechend Kleinbild) – klick, klick… weg waren sie!
So gesehen, hätte mir eine DSLR schon was erspart: das Stehenbleiben!
Neues von Google
Für 2010 wird ein eigenes Betriebssystem, „Google Chrome OS„ angekündigt… aha!
Und hier lasen wir: „Windows 7 ist wie… Ubuntu?“
Wer weiß, dass bei beiden MS-Mitbewerbern – Ubuntu und Google – der Betriebssystemkern Linux ist, könnte zu dem Schluss kommen, dass 2010 höchst interessant werden wird… *g*
Es ist nicht alles Chrome, was glänzt…
Mit Erscheinen der Testversion von Google Chrome für Linux und Mac OS X möchte ich an dieser Stelle auf den im Zusammenhang mit Google-Datendiensten immer wieder kritisierten Umgang mit den Datenschutzbestimmungen aufmerksam machen.
Wir lernen: nur, weil es Open-Source ist und auf Linux läuft, muss es noch nicht völlig unbedenklich sein…. o.k.?
Einen Schritt nach vorne, zwei nach hinten….
Ja, es gibt sie, die, wenn sie zum sechsten Mal wegen der gleichen externen 2,5″-Festplatte im Stau stehen, weil sie auf ihrem Rechner nicht einen der beiden „richtigen“ USB-Anschlüsse für die neu erstandende Komponente verwendeten, sich die Sinnfrage stellen: „Herrgott, wos moch i do eigentli…?“
Na gut, wichtig ist ja nur, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist
Schließlich entdeckt man dann doch das eine oder andere Blümchen am Wegesrand: in meinem Fall eine hübsche Zusammenfassung kleinerer Tricks und Tipps zu K/Ubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope“ -> klick.
Ja, auf ubuntuusers.de gibt’s das alles, ich weiß, aber trotzdem halte ich diesen Überblick für Einsteiger recht gelungen.
Ich freue mich ja schon über Kleinigkeiten, sind mir doch noch alle möglichen Regressionen in Erinnerung, die als (für mich) am besten geeignete Distribution auf meinem Thinkpad T41 einzig Linux Mint 5 „Elyssa“ zuließen: alle auf ab Ubuntu 08.10 basierenden Versionen (inkl. deren Derivate, z.B. Linux Mint 6 „Felicia“) bis derzeit 09.04 vermiesten mir aufgrund oft mehrerer Baustellen das Vergnügen…
Mal scheiterte ich an der völligen Unmöglichkeit, das mobile Internet einzurichten (egal, mit welchem Tool!), dann „versteckte“ sich das Heimnetzwerk vor mir, der ATI-Treiber erfuhr (negative) Änderungen, Banalitäten wie das Schriftbild oder der Startup-Manager verunmöglichten einen Betrieb nach meinen Vorstellungen, etc.
Kann sein, dass viele oder alle Fehler mittlerweile Geschichte sind. Sicher ist auch, dass es Konstellationen gibt, unter denen 9.04 läuft wie der legendäre geölte: z.B. auf meinem PC!
Somit bleibt nur zu hoffen, dass 9.10 „Karmic Koala“ mein T41 am 29.10.2009 (zumindest) dorthin zurückführt, wo es vor eineinhalb Jahren schon war….
Sicher ist nur: es bleibt spannend!
„E-Learning im Schulalltag“
Neil Postman widmete in seinem Buch „Die zweite Aufklärung“, 1999 geschrieben, ca. 2 Seiten dem Einsatz von Computern in Schulen (inkl. Aufstellung, was das dem betreffenden Bundesstaat kostete und ob man vielleicht das Geld nicht besser in die Gehälter der Lehrer oder in die Ausstattung der Schule hätte investieren sollen)….
M. E. kann man zu Mr. Postman stehen wie man will, die wesentlichen Fragen (wie bei anderen Beispielen auch, z.B. beim Einsatz von Überwachungskameras) sind immer die gleichen:
- Welches Problem genau löse ich durch den Einsatz dieser Technik?
- Welche Folgeprobleme könnte ich damit erzeugen?
- Wer ist der Gewinner und
- wer ist der Verlierer bei diesem Lösungsansatz?
- Warum ist genau diese Lösung die Beste?
Verstanden? Alles o.k.?
Tief durchatmen… und dann lesen wir – 10 Jahre später – „Soziale Netze als Schule der Zukunft“
Also ehrlich: ich spare zukünftig noch viel mehr für meine Pensionsvorsorge! Weil den Erwachsenen, die dann die Rechnung beim Wirten nur mehr mit ihrem (derzeit so bezeichneten) Notebook/Smartphone überprüfen können, traue ich nicht zu, für meine Pension aufzukommen
Nein, ich bin kein Maschinenstürmer; nach Dursicht meines Blogs kann das wohl jeder erkennen. Aber nicht nur, dass es keinen einzigen ernsthaften Leistungsnachweis über die erhöhte Wirksamkeit technologiegestützten Lernens gibt, sprechen auch meine persönlichen Erfahrungen eher dagegen als dafür.
SO WHAT?
PS.: nein, man leidet nicht an Paranoia, wenn man (auch) hinter dieser Technikverliebtheit einen bekannten Globalplayer vermutet…
Die Erde ist rund und hat weder Anfang noch Ende…
Nachdem zu Hause der Hauptrechner (wieder) ein Heizlüfter (= PC) ist (nein, nicht wegen mir, sondern wegen der Spielgelüste meines Sohnes…), kam dort K/Ubuntu 8.10. („Intrepid Ibex“; KDE 4 & GNOME 2.24) drauf.
Das Aufspielen des OS war völlig problemlos. Und das, obwohl ich beim Kauf des Systems (vorsätzlich) nicht auf die Kompatibilität der verbauten Komponenten achtete.
Der für Desktopeffekte notwendige Treiber für die Nvidia-Grafikkarte wurde mir zur Installation vorgeschlagen. Nach Annahme des Vorschlages erfolgte der Download und die Einbindung – fertig!
KDE überraschte mich als ausgesprochenes Eyecandy. Nachdem ich „autohide“ für das Panel nicht fand und ein bisschen das Inet befragte, wurde ich über so manche Unfertigkeit der Version 4 informiert. Aber das stört mich (bis jetzt) nicht, weil alles Wesentliche funktioniert und stabiles Verhalten zeigt.
In puncto Performance kann ich zwischen den beiden Desktops keinen Unterschied wahrnehmen.
Wenige Tage später wurde Version 9.04 released („Jaunty Jackalope“; KDE 4.2 & GNOME 2.26). Diese Version applizierte ich auf mein IBM ThinkPad T41…. mit durchaus interessantem Ergebnis: KDE ist auf dieser Maschine praktisch (noch) nicht betreibbar.
Das Einloggen ins heimische WLAN gelingt so gut wie nie, während des Vorganges schiebt sich dauernd KWallet ungefragt dazwischen, dann crasht KDE mit einer Fehlermeldung, alles ist zäh und langsam… na ja, wenigstens ist „autohide“ wieder möglich
Unter Gnome geht’s deutlich besser und angenehmer (wahrscheinlich wird sich das mit Gnome 3.0 (2010?) auch aufhören…)!
Meine Sympathie ging sogar so weit, mir ein neues Theme zu installieren: das betreffende *.tar.gz downloaden und auf die geöffnete Themenauswahl droppen lassen – finito!
Aber mein Herz gehört -> Xubuntu mit Xfce 4.6! Ich bin begeistert von der Agilität, die mein T41 damit zeigt. Und für die einzige Einschränkung, die ich bisher entdeckte, habe ich auch schon einen workaround gefunden: mit dem dazu gehörenden Dateibrowser Thunar lässt sich nicht bequem im heimischen WLAN auf andere Rechner zugreifen.
Da starte ich einfach Nautilus, das Pendant von Gnome, und schon ist alles da, was der (faule) User braucht!
Update:
Wie ich hier erfuhr, war der Verursacher meiner wenig erfreulichen Performance-Erfahrungen mit einer „alten“ ATI-Graka die Aufnahme der aktuellen Version 1.6 des Grafikservers von X.org…
Und, ja: hier hätte ich natürli auch nachschauen können!
Meine derzeitige Spielwiese ist somit Kubuntu 9.04 auf dem Heizlüfter (nach völlig problemlosen Online-Upgrade von 8.10: afoch schoaf!) und Linux Mint 5 (basiert auf 8.04) auf dem T41. „Elyssa“ (eine LTS mit Support bis 04/2011) statt „Felicia“ deshalb, weil ich mit letzterer weder mit ppp, umtsmon, wvdial, etc. meine mobile Datenkarte zum Laufen brachte (warum auch imma). Und Mint überhaupt deshalb, weil’s a bissi hübscher ist als Xubuntu



