Vergleichende Distributionsforschung
Nachdem mein PC zufrieden mit K/Ubuntu 9.04 (Online-Upgrade von 8.10) vor sich hin werkelt, befindet sich auf meinem Laptop IBM ThinkPad T41 (das fünfte Jahr in taufrischer Verwendung) noch immer Linux Mint 5 „Elyssa“ (Basis: Ubuntu „Hardy Heron“, 04/2008; LTS). Aufgrund der anderen Orts beschriebenen Schwierigkeiten war vor einem halbem Jahr ein Upgrade auf eine jüngere Distribution oder Version meiner Wahl noch (immer) nicht möglich…
Also werde ich mir das nun (Herbst 2009) von Neuem anschauen; folgende Distris habe ich mir herausgepickt:
- Knoppix V6.0.1 „Ariadne“ (02/2009)
- gOS 3.1 “Gadgets“ (basierend auf Ubuntu 8.04)
- Xubuntu „Karmic Koala“ (29.10.2009)
- Mandriva Linux „2010.0″ (03.11.2009)
openSUSE, obwohl sehr populär, scheidet daher aus: Die Verwendung von 11.1 mit GNOME auf meinem Notebook setzt die meditativen Fähigkeiten eines Zenpriesters voraus.
Ich gehe davon aus, dass die Verwendung einer alternativen Desktopumgebung keinen Turboschub bewirken würde…
Dass alle Apps, die ich so verwende (easyTAG, MP3Gain, Rhythmbox, Mobile Connect,…) funktionieren werden, nehme ich einfach einmal als gegeben an. Sehr empfindlich bin ich beim Schriftbild: Ich mag es gerne scharf (wenn ihr wisst, was ich meine
. Auch die übrige Erscheinung ist mir wichtig – hier schadet ein wenig Attraktivität nicht, auch wenn man sich aufgrund der für heutige Verhältnisse dürftigen GraKa keine Wunder erwarten darf.
Der Ablauf: Das ISO-File wird heruntergeladen, auf CD gebrannt und – soweit die Möglichkeit besteht – vorerst einmal im Live-Modus ausgeführt. Wenn das befriedigend funktioniert, sprich die CD offensichtlich fehlerfrei ist und der Ersteindruck ein positiver ist, erfolgt eine Evaluationsinstallation auf einer für diese Zwecke „freigestellten“ Harddisk. Danach kommt das Update mittels der jeweiligen Paketverwaltung dran.
Meine Betrachtungen beziehen sich daher immer auf den Status der fixen Installation auf diesem Stück Hardware und stellen selbstverständlich keine Bewertung der jeweiligen Distribution dar!
Knoppix V6.0.1 „Ariadne“
- Installation und Hardware-Erkennung
Der Zugang zum OS ist anders als gewohnt: Beim Starten wird man von einem Sprachausgabe-unterstützten Desktop-System, dass sich vorerst mit einem dialogbasierten Anwendermenü begnügt, empfangen (hier erfährt man, warum). Im installationsfreien Betriebsmodus wird (auch) der WLAN-Zugang problemlos erkannt.
Nur leider: Eine zufriedenstellende Installation gelang zweimal nicht… ![]()
Einmal versuchte ich es direkt, ohne den Live-Modus zu bemühen, machte das Update und absolvierte „Zusätzliche Programme installieren“ (amarok, msttcorefonts, flash-plugin,…), danach gab es zwar mehrere Startoptionen (Adriane, Debian xxx,…), aber unter keiner Option war ein Start möglich.
Der zweite Versuch war dann vom Live-Modus aus, ohne Update und nur mit „Zusätzliche Programme installieren“: Trotz vieler Versuche und Neustarts weigerte sich das WLAN, Verbindung aufzunehmen.
Auch das Anhängen ans Netzkabel blieb erfolglos – leider!
- Look and Feel
LXDE ist die Arbeitsumgebung, die hier Verwendung findet. Teilweise ohne den Bequemlichkeiten der größeren und schwereren Brüder KDE und GNOME, aber trotzdem mit 3D-Effekten und Compiz. Sehr akkurat und offensichtlich schlank, da ich keine Einschränkungen in der Performance nachweisen könnte.
Somit leider aus meiner Auswahl der Empfehlungen ausgeschieden: Tolle Basis, viele nützliche Tools, aber nicht ausreichend DAU-sicher
gOS 3.1
- Installation und Hardware-Erkennung
Einfach spitze! Keinerlei Probleme im Live-Modus, nach Installation und dem Update. Habe noch die „ubuntu-restricted-extras“ und „msttcorefonts“ nachinstalliert – fertig!
Einschränkungen habe ich nur bei meinem E630+ Modem für das mobile Internet. Das nm-Applet kann ich nicht zur Mitarbeit bewegen, der nachträglich installierte „Mobile-Connect-Card-Driver-For-Linux“ ist höchstmöglich zickig, sodass ich diese Funktionalität vertrauensvoll in die Hände von GNOME PPP legte.
- Look and Feel
Sagen wir mal: Gewöhnungsbedürftig. Die Einstellungen scheinen für kleine (Netbook)Monitore optimiert worden zu sein, kommen mir an diesem Gerät eigentlich entgegen. Das untere Dock (wbar) gibt dem Ganzen einen Apfel-Stich, Google ist mit seinen Gadgets und Verlinkungen allgegenwärtig. BTW: das „g“ bei gOS steht für „green“ oder für „good“, je nachdem, wo man nachschaut (mehr dazu: Klick).
Die Änderung der Anwendungen im Dock funktioniert gut, dazu gibt es einen eigenen Menüpunkt unter „Zubehör“ -> „WbarConf“; ein Rechtsklick auf das Dock aktualisiert dieses. Nicht erschrecken, wenn nach dem Editieren das Dock nicht wieder auftaucht: Einfach das Änderungstool wieder aufrufen und den letzten Eintrag deleten, irgendwas war mit dem nicht in Ordnung. Das Dock bleibt bei geöffneten Anwendungen im Hintergrund; das ist auf kleineren Monitoren von Vorteil, erzwingt aber zur Sichtbarmachung einen zusätzlichen Klick zur Anzeige der Arbeitsoberfläche.
Als grafische Oberfläche kommt zwar Gnome zum Einsatz, das macht dem responsiven Verhalten aber keinen Abbruch :
Die Nachinstallation von Compiz hätte ich mir sparen können; es scheint, dass die Verwendung so ohne weiteres, vielleicht auch begründet durch die „schmale“ Hardware, nicht möglich ist (bin dem nicht weiter nachgegangen).
Out-of-the-box funktioniert der Standby-Modus einwandfrei, der Ruhezustand ist allerdings nicht möglich.
Das bleibt jetzt alles einmal ein bisschen auf der Platte und wird ausreichend getestet! Derzeit denke ich, dass gOS mit Platz 23 bei Distrowatch heftig unterbewertet ist
UPDATE:
Nach Update des „network-manager“ auf die Version, die in 8.10 enthalten ist (0.7.1), wird die Einrichtung des mobilen Breitbandes durch einen Assistenten unterstützt… und noch viel wichtiger: Es funktioniert danach auch perfekt! So kann ich GNOME PPP aus seinen Diensten entlassen ![]()
Weiters wär’s gut gewesen, erst einmal hier ein bisschen zu lesen, als zu meckern, dass Compiz Probleme bereitet ![]()
Suspend-to-ram funktionierte einwandfrei out-of-the-box, suspend-to-disk zu aktivieren habe ich hier gefunden. Auch nachinstalliert habe ich den „Storage Device Manager„, auf den hier verwiesen wird. Nach der Entfernung von Windows habe ich dann noch Grub gemäß diesem Post angepasst.
Xubuntu „Karmic Koala“
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie ich heute (21.10.09) über eine Release befinden kann, die doch erst in etwas mehr als einer Woche erscheint…?
Jene, die dem obigen Link gefolgt sind, wissen es bereits: Es handelt sich um eine Beta, die aber einer laufenden Aktualisierung unterliegt, sodass das (theoretisch) am Releasetag durchgeführte Update die endgültige Version zum Ergebnis hat. „Theoretisch“ deshalb, weil die Serverbelastung an diesem Tag (29.10.) mit Sicherheit bis zum Abwinken sein wird ![]()
Für mich hat das aber den Vorteil, dass ich ab diesem Datum nur mehr die Deltafiles brauche, um das aktuelle System mein Eigen nennen zu dürfen, und den Server nicht mit einem kompletten Download belasten muss.
So, genug davon, jetzt zum Eigentlichen:
- Installation und Hardware-Erkennung
Ubuntutypisch (jetzt wieder) einwandfrei. Alles wurde erkannt, die Aktualisierung nach Installation (circa 360 Dateien!) erfolgte einwandfrei, auf fehlende Übersetzungen wird hingewiesen und nachgefragt, ob die nun geholt und integriert werden sollen, etc.. Im Gegensatz zu den beiden Vorversionen, die auf meinem IBM ThinkPad T41 mal wegen dem Grafiktreiber, mal wegen anderem Kleinzeug Troubles erzeugten, schaut es diesmal auf Anhieb gleich vieeeel besser aus *freu*
- Look and Feel
Na ja, der Kontrast zu gOS (siehe oben) hätte größer wohl nicht sein können: Firefox kann ich nicht dazu überreden, den Systemeinstellungen des Schriftbildes zu folgen (Arial, keine Kantenglättung) und die vorhandenen Themes sind allesamt nicht wirklich sexy. Der Desktop präsentiert sich recht nüchtern, was zwar kein funktioneller Abstrich ist, aber halt… na ja… :-7
Nach dem Neustart erfolgt automatisch die Verbindung zum WLAN – doch leider bootet „Karmic Koala“ nicht (auffällig) schneller (wie eigentlich angekündigt). Suspend to disk und -RAM sind endlich zuverlässig zu verwenden. Wesentliche Einschränkungen… leider: Mobiles Internet war fein einzurichten, aber nicht zuverlässig zum Laufen zu bringen.
Und jetzt schreibe ich wieder von meiner alten Mint-Installation aus, weil nach Einschalten des „Anzeigen-Compositing“ die Monitorausgaben infolge Farbstreifen völlig unbrauchbar wurde ![]()
Wir dürfen aber nicht vergessen, dass ich hier eine Betaversion verwende; es gilt daher: Fortsetzung folgt im November – siehe oben
UPDATE:
Xubuntu läuft nach einem einfachen Installationsablauf nunmehr auf meinem PC, nachdem ich mir das Upgrade von meiner bestehenden Version 9.04 zerstörte. Das Problem mit der verwaschenen Schrift (infolge Kantenglättung, s.o.) hatte ich (aufgrund heutiger Aktualisierung?) im Gegensatz zum Zustand nach Installation nicht mehr *freu*
Mandriva Linux „2010.0″
- Installation und Hardware-Erkennung
Die Live-CD (One) liegt leider nur mit Gnome- oder KDE-Desktop vor, kann aber natürlich nachträglich um andere Umgebungen erweitert werden. Die Installation verläuft diskret mit wenigen Fragen nach Lokalisation, Sprache, Tastatur, etc. Die vor dem eigentlich Runterkopieren der Dateien auf die Festplatte und nach dem Durchsuchen der Hardware gestellte Frage nach dem Entfernen nicht benötigter Pakte habe ich zwar mit „ja“ beantwortet, aber ob die Installationsdauer dadurch verkürzt wurde, könnte ich nicht beschwören… Da war die nächste Frage des Assistenten nach dem Säubern des „/tmp“-Ordners bei jedem Systemstart schon nachvollziehbarer ![]()
Sehr fürsorglich ist der Assistent auch beim I-net-Zugang: Nach dem ersten Bootvorgang wird dessen Einrichtung genauso abgefragt die Einstellungen zum Benutzers (= Name, PW)!
- Look and Feel
Der Startsound versetzt mich in den Dschungel und Compiz Fusion läßt sich ohne Gemurre aktivieren. Wir erinnern uns: Das war auf dieser Maschine unter Kubuntu nicht möglich! Zwei weitere Optionen hält der Menüpunkt „3D-Desktop-Effekte“ für uns bereit: keine Effekte und Metisse.
Nicht wirklich wichtig, aber trotzdem angenehm ist auch die Tatsache, dass in der Grundinstallation schon ein paar Bildschirmschoner mit dabei sind und nicht – wie bei Kubuntu 9.10 – erst nachträglich hinzugefügt werden müssen.
Nach dem bisherigen Verwöhnpaket folgte dann aber die rasche Ernüchterung: Nach dem Erweitern der Installationsquellen mittels URPMI konnten zwar die win32-codecs bequem aufgefunden und installiert werden, aber das war’s dann auch schon… ![]()
Die Streams von Shoutcast verlangten nach einem gstreamer-Plugin, das zwar gleich angeboten, aber nicht auf die Schnelle integrierbar war; mehrere Versuche waren notwendig. Das Hinzufügen der msttcorefonts wird gleich einmal gar nicht unterstützt, das entsprechende RPM-Paket von rpmseek schafft mich (ich glaube, dieser Link war dann die Lösung). Allerdings hätte ich mir das Herumgefrickle ruhig sparen können, weil auch nach Auswahl des Fonts „Arial“ und Deaktivierung der Kantenglättung das Schriftbild nicht meinen Vorstellungen entsprach.
Apropos Gefrickle: Meine geliebten „sudo apt-get ….“-Befehle kann ich natürlich kübeln, verwendet Mandriva doch RPM, den „Red hat Package Manager“. Da ist wohl Lernen angesagt
Soweit kam es dann aber nicht mehr: Mandriva entzog sich einer weiteren Auseinandersetzung mit mir, indem es sich – offensichtlich enttäuscht von meinen Fähigkeiten - ins Datennirvana zurückzog und mich mit einem stabilen, therapieresistenten schwarzen Bildschirm einsam zurückließ…
Neues von Google
Für 2010 wird ein eigenes Betriebssystem, „Google Chrome OS„ angekündigt… aha!
Und hier lasen wir: „Windows 7 ist wie… Ubuntu?“
Wer weiß, dass bei beiden MS-Mitbewerbern – Ubuntu und Google – der Betriebssystemkern Linux ist, könnte zu dem Schluss kommen, dass 2010 höchst interessant werden wird… *g*
Einen Schritt nach vorne, zwei nach hinten….
Ja, es gibt sie, die, wenn sie zum sechsten Mal wegen der gleichen externen 2,5″-Festplatte im Stau stehen, weil sie auf ihrem Rechner nicht einen der beiden „richtigen“ USB-Anschlüsse für die neu erstandende Komponente verwendeten, sich die Sinnfrage stellen: „Herrgott, wos moch i do eigentli…?“
Na gut, wichtig ist ja nur, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist
Schließlich entdeckt man dann doch das eine oder andere Blümchen am Wegesrand: in meinem Fall eine hübsche Zusammenfassung kleinerer Tricks und Tipps zu K/Ubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope“ -> klick.
Ja, auf ubuntuusers.de gibt’s das alles, ich weiß, aber trotzdem halte ich diesen Überblick für Einsteiger recht gelungen.
Ich freue mich ja schon über Kleinigkeiten, sind mir doch noch alle möglichen Regressionen in Erinnerung, die als (für mich) am besten geeignete Distribution auf meinem Thinkpad T41 einzig Linux Mint 5 „Elyssa“ zuließen: alle auf ab Ubuntu 08.10 basierenden Versionen (inkl. deren Derivate, z.B. Linux Mint 6 „Felicia“) bis derzeit 09.04 vermiesten mir aufgrund oft mehrerer Baustellen das Vergnügen…
Mal scheiterte ich an der völligen Unmöglichkeit, das mobile Internet einzurichten (egal, mit welchem Tool!), dann „versteckte“ sich das Heimnetzwerk vor mir, der ATI-Treiber erfuhr (negative) Änderungen, Banalitäten wie das Schriftbild oder der Startup-Manager verunmöglichten einen Betrieb nach meinen Vorstellungen, etc.
Kann sein, dass viele oder alle Fehler mittlerweile Geschichte sind. Sicher ist auch, dass es Konstellationen gibt, unter denen 9.04 läuft wie der legendäre geölte: z.B. auf meinem PC!
Somit bleibt nur zu hoffen, dass 9.10 „Karmic Koala“ mein T41 am 29.10.2009 (zumindest) dorthin zurückführt, wo es vor eineinhalb Jahren schon war….
Sicher ist nur: es bleibt spannend!
Die Erde ist rund und hat weder Anfang noch Ende…
Nachdem zu Hause der Hauptrechner (wieder) ein Heizlüfter (= PC) ist (nein, nicht wegen mir, sondern wegen der Spielgelüste meines Sohnes…), kam dort K/Ubuntu 8.10. („Intrepid Ibex“; KDE 4 & GNOME 2.24) drauf.
Das Aufspielen des OS war völlig problemlos. Und das, obwohl ich beim Kauf des Systems (vorsätzlich) nicht auf die Kompatibilität der verbauten Komponenten achtete.
Der für Desktopeffekte notwendige Treiber für die Nvidia-Grafikkarte wurde mir zur Installation vorgeschlagen. Nach Annahme des Vorschlages erfolgte der Download und die Einbindung – fertig!
KDE überraschte mich als ausgesprochenes Eyecandy. Nachdem ich „autohide“ für das Panel nicht fand und ein bisschen das Inet befragte, wurde ich über so manche Unfertigkeit der Version 4 informiert. Aber das stört mich (bis jetzt) nicht, weil alles Wesentliche funktioniert und stabiles Verhalten zeigt.
In puncto Performance kann ich zwischen den beiden Desktops keinen Unterschied wahrnehmen.
Wenige Tage später wurde Version 9.04 released („Jaunty Jackalope“; KDE 4.2 & GNOME 2.26). Diese Version applizierte ich auf mein IBM ThinkPad T41…. mit durchaus interessantem Ergebnis: KDE ist auf dieser Maschine praktisch (noch) nicht betreibbar.
Das Einloggen ins heimische WLAN gelingt so gut wie nie, während des Vorganges schiebt sich dauernd KWallet ungefragt dazwischen, dann crasht KDE mit einer Fehlermeldung, alles ist zäh und langsam… na ja, wenigstens ist „autohide“ wieder möglich
Unter Gnome geht’s deutlich besser und angenehmer (wahrscheinlich wird sich das mit Gnome 3.0 (2010?) auch aufhören…)!
Meine Sympathie ging sogar so weit, mir ein neues Theme zu installieren: das betreffende *.tar.gz downloaden und auf die geöffnete Themenauswahl droppen lassen – finito!
Aber mein Herz gehört -> Xubuntu mit Xfce 4.6! Ich bin begeistert von der Agilität, die mein T41 damit zeigt. Und für die einzige Einschränkung, die ich bisher entdeckte, habe ich auch schon einen workaround gefunden: mit dem dazu gehörenden Dateibrowser Thunar lässt sich nicht bequem im heimischen WLAN auf andere Rechner zugreifen.
Da starte ich einfach Nautilus, das Pendant von Gnome, und schon ist alles da, was der (faule) User braucht!
Update:
Wie ich hier erfuhr, war der Verursacher meiner wenig erfreulichen Performance-Erfahrungen mit einer „alten“ ATI-Graka die Aufnahme der aktuellen Version 1.6 des Grafikservers von X.org…
Und, ja: hier hätte ich natürli auch nachschauen können!
Meine derzeitige Spielwiese ist somit Kubuntu 9.04 auf dem Heizlüfter (nach völlig problemlosen Online-Upgrade von 8.10: afoch schoaf!) und Linux Mint 5 (basiert auf 8.04) auf dem T41. „Elyssa“ (eine LTS mit Support bis 04/2011) statt „Felicia“ deshalb, weil ich mit letzterer weder mit ppp, umtsmon, wvdial, etc. meine mobile Datenkarte zum Laufen brachte (warum auch imma). Und Mint überhaupt deshalb, weil’s a bissi hübscher ist als Xubuntu
Zurück zum Start :)
So hat mich mein OS-Gefummle also nach mehreren wirklich feinen Ubuntu-Versionen (wie hier beschrieben) zu Linux Mint 5 geführt. Dieses habe ich noch immer installiert, weil die Version 6 bei mir Probleme mit dem Fenstermanager, dem Schriftbild und dem Startup Manager machte.
Aber…….. da gibt’s noch so viele andere Distris
Mich interessierte auch CrunchBang Linux: leichtgewichtige Oberfläche, interessante Konfigurationsmöglichkeiten, aber wohl infolge der „schweren“ Ubuntu-Basis nicht wirklich performanter und (für mich) zu schwierig zur Einbindung ins Heimnetzwerk.
Danach kostete ich Dreamlinux: scharfe Oberfläche (Mac-Style), unglaublich viele Variationen des Stylens möglich (Emerald, Compiz, Xfce), ABER:
- dass sich gdebi versteckt und erst mit „sudo gdebi“ ordnungsgemäß werkelt,
- dass die Oberfläche sometimes zickig ist (Doppel-Icons, doppeltes Dock),
- dass Videos meiner Lumix nur fehlerhaft wiedergegeben werden,
- dass nach Anschluss des Netzwerkkabels (!) manuelle Konfigurationen notwendig sind und
- die Firewall auszuschalten ist, um ins Heimnetzwerk zu kommen, ist heute wohl nicht mehr erforderlich
Wobei ich sagen muss, dass die Performance – besonders unter Hinzurechnung des schönen Äußeren – wirklich sehr gut ist und und vielen Punkten dem (einfachen) Anwender sehr entgegen kommt, z.B. mit Easy-install und W32codecs und DVD-Support (libdvdcss).
Und so bin ich derzeit auf Xubuntu-Tripp: alles drann, alles drinn
So habe ich einen flotten Desktop und durch Nachinstallation von GNOME kann ich beim Anmelden auswählen, welche Oberfläche es denn jetzt werden soll
Linux – Die Reise des Pinguins
Wer – so wie ich – die oben angeführte, ca. 30 min. dauernde Dokumentation in 3Sat versäumte, kann sie hier sehen!
Gute Unterhaltung!
Probiert: #! CrunchBang Linux
Ich stolperte in einem Forum über das Post eines Users, in dem er CrunchBang Linux empfahl.
Interessanter Fund, handelt es sich doch (wieder) um ein Ubuntu-Derivat, diesmal mit der Ausrichtung auf schwächeren, aber aktuellen Rechnern (z.B. Netbooks) betrieben zu werden. Die aktuelle Version 8.10.02 setzt demgemäß auch auf die Ubuntu-Release 8.10 auf und verspricht „. . to offer a good balance of speed and functionality“.
So ist es auch!
Nach flottem Download via Torrent war die Installation auf eine alte 10 GB Notebook-Platte beinahe genauso schnell erledigt. Trotz lediglich 2 GB Installationsgröße ist ein ziemlicher Haufen an Anwendungen dabei.
Auch das Update verlief ohne Aufregungen und die Einrichtung des WLAN-Zuganges war mit wenigen Klicks erledigt. Was wird mich wohl erwarten, wenn ich die PCMCIA-Datenkarte (Huawei E630) reinschiebe?
Euphorisch ausgedrückt: ein Traum! Die Karte wurde erkannt, es folgte die Frage, ob diese nun eingerichtet werden soll, was ich natürlich bejahte. Zu spät (Gott-sei-Dank!) viel mir ein, dass ich meine Zugangsdaten nicht bei der Hand hatte . . . was aber auch nicht notwendig war: ich wählte Land und Provider . . . und war augenblicklich online!
Wer sich also nicht vor einem anderen Window-Manager fürchtet, sollte dieses Ubuntu-Derivat mit Openbox versuchen.
Hinsichtlich Funktionalität kann ich persönlich nix bekritteln, das (englische) GUI werde ich wohl noch ein bissi verändern (auch hinsichtlich Schriftdarstellung). Und: auto-hide des Panels braucht ihr nicht suchen.
Die erwartete Speed? Nun, aufgrund meiner letzten Erfahrungen an gefühlter und gemessener Performance stoppte ich die Bootzeit und kam (inklusive Anmeldung) auf ca. 75 sek. bis zum „ruhenden“ Desktop. Das wirft mich zwar nicht vom Hocker, ist aber unter Hinzurechnung des responsiven Verhaltens beim Start jeglicher Anwendung für einen 1,3 GHz Celeron mit 512 MB Speicher und einer acht Jahre alten HD o.k.
Nach dieser ersten erfolgreichen Beschnupperung stehen die Chancen gut, dass es mich noch a wengal begleiten wird . . . .
WLAN USB-Stick unter Linux Mint 5 „Elyssa“ Xfce
Wie vor kurzem hierorts beschrieben, hat sich unsere heimische EDV ein wenig vermehrt
Wie bei Zuwächsen (oder auch Abgängen) üblich, stellt sich auch hier die Frage nach der optimalen Lastverteilung. Schließlich sollte jedes Gerät – leistungs- und nutzergerecht – seinen Platz finden.
Da auf der stärksten Maschine meine Tochta drauf sitzt, kommt diese für mich nicht in Frage. Keine Chance. Jede Diskussion vergebens. So ganz wirklich liegt mir das HP 510 eh’ nicht: ich finde die IBM-Brettln haptisch einfach ansprechender und knackiger im Anschlag.
Also wird die schwächste Maschine zur Reise- und Spielmaschine umerzogen werden. Da diese aber kein WLAN-Modul integriert hat, muss es um dieses ergänzt werden.
Ich hatte dazu zwei Vorgaben: günstiger Preis (max. € 20,-) und ohne Konsolenspielereien, Fremdtreiber-Einbindung etc. out-of-the-box unter Linux installierbar.
Ich wählte daher folgendes Vorgehen:
Dieses Wiki beinhaltet eine Unzahl an bereits unter Ubuntu gecheckten Karten und USB-Sticks. Um die aktuellen Preise zu erfahren bemühte ich amazon.at und geizhals.at . . . und stieß dort auf diesen Eintrag.
Ein WLAN USB-Stick von TP-Link, Modell „TL-WN321G“ um € 12,- . . . . sehr fein, was will man mehr?
Eigentlich sogar besser als eine WLAN-Karte, da diese ja nicht in neue Notebooks oder PC’s passt.
Und das Teil enttäuschte nicht: bereits auf der Verpackung wird auf die Kompatibilität mit den üblichen Win-Betriebssystemen UND Linux hingewiesen (ja, Mac fehlte
!
Eher enttäuschte der installierende Anwender:
windowserzogen wartete er auf irgendeinen Event, der nach dem Einstecken passieren sollte *g*
Schlussendlich war es einfacher als unter Windows: NetworkManager -> Wireless -> Eintrag des Routernamens und des Codes -> fertich
Damit ich die Verbindung im Auge behalten kann, fügte ich mit einem Rechtsklick auf das untere Panel ein nettes WLAN-Applet hinzu. Beim Eintrag der Schnittstelle irrte ich mich, daraufhin wurden mir andere vorgeschlagen. Ich wählte „WLAN“ . . . und das war richtig.
Im Gegensatz zur Installation unter Windows brauchte ich hier keinen Neustart des Systems zu machen, um einen stabilen Betrieb ohne Abbrüche zu gewährleisten ![]()
Richtig minzig, hier!
Ich sprach mit einem unserer Admins über Festplatten in ThinkPads, als ich kurze Zeit später eine 10 GB „große“ HD auf meinem Tisch liegen hatte.
Da er der Meinung war, dass der Wechsel sekundenschnell geht und lediglich eine Schraube weit entfernt liegt, hab’ ich zuhause doch gleich selbst Hand angelegt: recht hat er gehabt! (BTW: auf der US-Site von Lenovo gibt’s dazu sogar ein kleines Tonfilmchen).
Als ich das ThinkPad bootete, erschien der Screensplash von Windows 98
Scheint ja wirklich nicht mehr die letzte HD-Generation zu sein, die ich da vererbt bekam *g*
Windows suchte verzweifelt nach PCI-Treiber, die es natürlich auf meinem viel neueren (weil nicht einmal 4 Jahre alten) R50e nicht fand. Noch etwas viel auf: die IBM Travelstar-Platte lief mit gut wahrnehmbaren Geräusch, ähnlich einem leisen Surren. Das war also, vor fast 8 Jahren, exakt am „13MAR01″, der Stand der Technik . . .
Ich habe die Retroplatte von ihrem Leiden erlöst und Linux Mint 5 „Elyssa“ aufgezogen. Manche berichten von langen Downloadzeiten und wählen deshalb den Torrent-DL, was in meinem Fall aber nicht nötig war.
Linux Mint ist ein Derivat, das auf Ubuntu aufbaut und auch dessen Pakete verwendet. Augenscheinliche Unterschiede konnte ich nach zwei Tagen damit nur im geänderten GUI und der – out-of-the-box – besseren Unterstützung von Multimediacodecs sowie der Hinzufügung kleinerer Tools finden.
Die Installation von Linux Mint war, auch dadurch, dass keine weitere Partionierung vorzunehmen war, rasch erledigt. Genauer gesagt: an Einfachheit kaum überbietbar, überhaupt wenn eine Verbindung mit dem Internet besteht, weil bereits bei der Aufspielung die ersten Aktualisierungen abgeholt werden.
Die wirklich einzige Geschichte, die ich dringlich zu erledigen hatte, war die Integration der MS-Fonts, um dann „Arial“ als Systemschrift zu verwenden. Die voreingestellte Schrift „Sans“ entpuppte sich auf dem Notebook als nahezu unlesbar.
Was meint Distrowatch dazu?
„Linux Mint is an Ubuntu-based distribution whose goal is to provide a more complete out-of-the-box experience by including browser plugins, media codecs, support for DVD playback, Java and other components. It also adds a custom desktop and menus, several unique configuration tools, and a web-based package installation interface. Linux Mint is compatible with Ubuntu software repositories.“
Sehe ich auch so: frisch & minzig!
Demnächst gehts dann zur Reifeprüfung: ich werde mit dieser Gerätschaft die Musikuntermalung bei unserer diesjährigen Firmen-Weihnachtsfeier bestreiten. Wenn sich dann Interessierte über die Maschine beugen und die Oberfläche inspizieren . . . werde ich einfach was von „Windows 7″ erzählen: neues Dateisystem, neue Oberfläche, dazu noch sicherer und besser skalierbar *g*
PS: natürli werde ich das – nach den erstaunten Blicken – richtigstellen
Love is all around :)
Jetzt kennen wir uns doch schon ein bisschen. Du bist immer da, wenn ich dich brauche. Du bist nett, entgegenkommend, nicht zickig und hast immer Zeit für mich.
Bisher hab’ ich’s dir nicht gesagt, aber nun ist es soweit: du würdest mir fehlen, wenn du nicht mehr bei mir wär’st!
Daher danke für deine Ruhe, deine Ausgeglichenheit, deine geduldige Bereitschaft, einfach nur meinen Anweisungen zu folgen!
Niemals hast du nach Aufmerksamkeit, Pflege und dem Mittelpunkt gestrebt. Du bist einzigartig für mich, auch wenn es hübschere als dich gibt. Aber das war mir immer egal – du gewährtest mir immer Zuflucht in dieser verwirrenden Zeit!
Daher: vielen Dank, mein lieber Ubuntu-Desktop . . . .







