Vergleichende Distributionsforschung
Nachdem mein PC zufrieden mit K/Ubuntu 9.04 (Online-Upgrade von 8.10) vor sich hin werkelt, befindet sich auf meinem Laptop IBM ThinkPad T41 (das fünfte Jahr in taufrischer Verwendung) noch immer Linux Mint 5 „Elyssa“ (Basis: Ubuntu „Hardy Heron“, 04/2008; LTS). Aufgrund der anderen Orts beschriebenen Schwierigkeiten war vor einem halbem Jahr ein Upgrade auf eine jüngere Distribution oder Version meiner Wahl noch (immer) nicht möglich…
Also werde ich mir das nun (Herbst 2009) von Neuem anschauen; folgende Distris habe ich mir herausgepickt:
- Knoppix V6.0.1 „Ariadne“ (02/2009)
- gOS 3.1 “Gadgets“ (basierend auf Ubuntu 8.04)
- Xubuntu „Karmic Koala“ (29.10.2009)
- Mandriva Linux „2010.0″ (03.11.2009)
- Linux Mint 8.0 „Helena“ (11/2009; basierend auf Ubuntu 9.10)
openSUSE, obwohl sehr populär, scheidet daher aus: Die Verwendung von 11.1 mit GNOME auf meinem Notebook setzt die meditativen Fähigkeiten eines Zenpriesters voraus.
Ich gehe davon aus, dass die Verwendung einer alternativen Desktopumgebung keinen Turboschub bewirken würde…
Dass alle Apps, die ich so verwende (easyTAG, MP3Gain, Rhythmbox, Mobile Connect,…) funktionieren werden, nehme ich einfach einmal als gegeben an. Sehr empfindlich bin ich beim Schriftbild: Ich mag es gerne scharf (wenn ihr wisst, was ich meine
. Auch die übrige Erscheinung ist mir wichtig – hier schadet ein wenig Attraktivität nicht, auch wenn man sich aufgrund der für heutige Verhältnisse dürftigen GraKa keine Wunder erwarten darf.
Der Ablauf: Das ISO-File wird heruntergeladen, auf CD gebrannt und – soweit die Möglichkeit besteht – vorerst einmal im Live-Modus ausgeführt. Wenn das befriedigend funktioniert, sprich die CD offensichtlich fehlerfrei ist und der Ersteindruck ein positiver ist, erfolgt eine Evaluationsinstallation auf einer für diese Zwecke „freigestellten“ Harddisk. Danach kommt das Update mittels der jeweiligen Paketverwaltung dran.
Meine Betrachtungen beziehen sich daher immer auf den Status der fixen Installation auf diesem Stück Hardware und stellen selbstverständlich keine Bewertung der jeweiligen Distribution dar!
Knoppix V6.0.1 „Ariadne“
- Installation und Hardware-Erkennung
Der Zugang zum OS ist anders als gewohnt: Beim Starten wird man von einem Sprachausgabe-unterstützten Desktop-System, dass sich vorerst mit einem dialogbasierten Anwendermenü begnügt, empfangen (hier erfährt man, warum). Im installationsfreien Betriebsmodus wird (auch) der WLAN-Zugang problemlos erkannt.
Nur leider: Eine zufriedenstellende Installation gelang zweimal nicht… ![]()
Einmal versuchte ich es direkt, ohne den Live-Modus zu bemühen, machte das Update und absolvierte „Zusätzliche Programme installieren“ (amarok, msttcorefonts, flash-plugin,…), danach gab es zwar mehrere Startoptionen (Adriane, Debian xxx,…), aber unter keiner Option war ein Start möglich.
Der zweite Versuch war dann vom Live-Modus aus, ohne Update und nur mit „Zusätzliche Programme installieren“: Trotz vieler Versuche und Neustarts weigerte sich das WLAN, Verbindung aufzunehmen.
Auch das Anhängen ans Netzkabel blieb erfolglos – leider!
- Look and Feel
LXDE ist die Arbeitsumgebung, die hier Verwendung findet. Teilweise ohne den Bequemlichkeiten der größeren und schwereren Brüder KDE und GNOME, aber trotzdem mit 3D-Effekten und Compiz. Sehr akkurat und offensichtlich schlank, da ich keine Einschränkungen in der Performance nachweisen könnte.
Somit leider aus meiner Auswahl der Empfehlungen ausgeschieden: Tolle Basis, viele nützliche Tools, aber nicht ausreichend DAU-sicher
gOS 3.1
- Installation und Hardware-Erkennung
Einfach spitze! Keinerlei Probleme im Live-Modus, nach Installation und dem Update. Habe noch die „ubuntu-restricted-extras“ und „msttcorefonts“ nachinstalliert – fertig!
Einschränkungen habe ich nur bei meinem E630+ Modem für das mobile Internet. Das nm-Applet kann ich nicht zur Mitarbeit bewegen, der nachträglich installierte „Mobile-Connect-Card-Driver-For-Linux“ ist höchstmöglich zickig, sodass ich diese Funktionalität vertrauensvoll in die Hände von GNOME PPP legte.
- Look and Feel
Sagen wir mal: Gewöhnungsbedürftig. Die Einstellungen scheinen für kleine (Netbook)Monitore optimiert worden zu sein, kommen mir an diesem Gerät eigentlich entgegen. Das untere Dock (wbar) gibt dem Ganzen einen Apfel-Stich, Google ist mit seinen Gadgets und Verlinkungen allgegenwärtig. BTW: das „g“ bei gOS steht für „green“ oder für „good“, je nachdem, wo man nachschaut (mehr dazu: Klick).
Die Änderung der Anwendungen im Dock funktioniert gut, dazu gibt es einen eigenen Menüpunkt unter „Zubehör“ -> „WbarConf“; ein Rechtsklick auf das Dock aktualisiert dieses. Nicht erschrecken, wenn nach dem Editieren das Dock nicht wieder auftaucht: Einfach das Änderungstool wieder aufrufen und den letzten Eintrag deleten, irgendwas war mit dem nicht in Ordnung. Das Dock bleibt bei geöffneten Anwendungen im Hintergrund; das ist auf kleineren Monitoren von Vorteil, erzwingt aber zur Sichtbarmachung einen zusätzlichen Klick zur Anzeige der Arbeitsoberfläche.
Als grafische Oberfläche kommt LXDE (Lightweight X11 Desktop Environment), eine leichtgewichtige Gnome-Alternative, zum Einsatz:
Die Nachinstallation von Compiz hätte ich mir sparen können; es scheint, dass die Verwendung so ohne weiteres, vielleicht auch begründet durch die „schmale“ Hardware, nicht möglich ist (bin dem nicht weiter nachgegangen).
Out-of-the-box funktioniert der Standby-Modus einwandfrei, der Ruhezustand ist allerdings nicht möglich.
Das bleibt jetzt alles einmal ein bisschen auf der Platte und wird ausreichend getestet! Derzeit denke ich, dass gOS mit Platz 23 bei Distrowatch heftig unterbewertet ist
UPDATE:
Nach Update des „network-manager“ auf die Version, die in 8.10 enthalten ist (0.7.1), wird die Einrichtung des mobilen Breitbandes durch einen Assistenten unterstützt… und noch viel wichtiger: Es funktioniert danach auch perfekt! So kann ich GNOME PPP aus seinen Diensten entlassen ![]()
Weiters wär’s gut gewesen, erst einmal hier ein bisschen zu lesen, als zu meckern, dass Compiz Probleme bereitet
Xubuntu „Karmic Koala“
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie ich heute (21.10.09) über eine Release befinden kann, die doch erst in etwas mehr als einer Woche erscheint…?
Jene, die dem obigen Link gefolgt sind, wissen es bereits: Es handelt sich um eine Beta, die aber einer laufenden Aktualisierung unterliegt, sodass das (theoretisch) am Releasetag durchgeführte Update die endgültige Version zum Ergebnis hat. „Theoretisch“ deshalb, weil die Serverbelastung an diesem Tag (29.10.) mit Sicherheit bis zum Abwinken sein wird ![]()
Für mich hat das aber den Vorteil, dass ich ab diesem Datum nur mehr die Deltafiles brauche, um das aktuelle System mein Eigen nennen zu dürfen, und den Server nicht mit einem kompletten Download belasten muss.
So, genug davon, jetzt zum Eigentlichen:
- Installation und Hardware-Erkennung
Ubuntutypisch (jetzt wieder) einwandfrei. Alles wurde erkannt, die Aktualisierung nach Installation (circa 360 Dateien!) erfolgte einwandfrei, auf fehlende Übersetzungen wird hingewiesen und nachgefragt, ob die nun geholt und integriert werden sollen, etc.. Im Gegensatz zu den beiden Vorversionen, die auf meinem IBM ThinkPad T41 mal wegen dem Grafiktreiber, mal wegen anderem Kleinzeug Troubles erzeugten, schaut es diesmal auf Anhieb gleich vieeeel besser aus *freu*
- Look and Feel
Na ja, der Kontrast zu gOS (siehe oben) hätte größer wohl nicht sein können: Firefox kann ich nicht dazu überreden, den Systemeinstellungen des Schriftbildes zu folgen (Arial, keine Kantenglättung) und die vorhandenen Themes sind allesamt nicht wirklich sexy. Der Desktop präsentiert sich recht nüchtern, was zwar kein funktioneller Abstrich ist, aber halt… na ja… :-7
Nach dem Neustart erfolgt automatisch die Verbindung zum WLAN – doch leider bootet „Karmic Koala“ nicht (auffällig) schneller (wie eigentlich angekündigt). Suspend to disk und -RAM sind endlich zuverlässig zu verwenden. Wesentliche Einschränkungen… leider: Mobiles Internet war fein einzurichten, aber nicht zuverlässig zum Laufen zu bringen.
Und jetzt schreibe ich wieder von meiner alten Mint-Installation aus, weil nach Einschalten des „Anzeigen-Compositing“ die Monitorausgaben infolge Farbstreifen völlig unbrauchbar wurde ![]()
Wir dürfen aber nicht vergessen, dass ich hier eine Betaversion verwende; es gilt daher: Fortsetzung folgt im November – siehe oben
UPDATE:
Xubuntu läuft nach einem einfachen Installationsablauf nunmehr auf meinem PC, nachdem ich mir das Upgrade von meiner bestehenden Version 9.04 zerstörte. Das Problem mit der verwaschenen Schrift (infolge Kantenglättung, s.o.) hatte ich (aufgrund heutiger Aktualisierung?) im Gegensatz zum Zustand nach Installation nicht mehr *freu*
Mandriva Linux „2010.0″
- Installation und Hardware-Erkennung
Die Live-CD (One) liegt leider nur mit Gnome- oder KDE-Desktop vor, kann aber natürlich nachträglich um andere Umgebungen erweitert werden. Die Installation verläuft diskret mit wenigen Fragen nach Lokalisation, Sprache, Tastatur, etc. Die vor dem eigentlich Runterkopieren der Dateien auf die Festplatte und nach dem Durchsuchen der Hardware gestellte Frage nach dem Entfernen nicht benötigter Pakte habe ich zwar mit „ja“ beantwortet, aber ob die Installationsdauer dadurch verkürzt wurde, könnte ich nicht beschwören… Da war die nächste Frage des Assistenten nach dem Säubern des „/tmp“-Ordners bei jedem Systemstart schon nachvollziehbarer ![]()
Sehr fürsorglich ist der Assistent auch beim I-net-Zugang: Nach dem ersten Bootvorgang wird dessen Einrichtung genauso abgefragt die Einstellungen zum Benutzers (= Name, PW)!
- Look and Feel
Der Startsound versetzt mich in den Dschungel und Compiz Fusion läßt sich ohne Gemurre aktivieren. Wir erinnern uns: Das war auf dieser Maschine unter Kubuntu nicht möglich! Zwei weitere Optionen hält der Menüpunkt „3D-Desktop-Effekte“ für uns bereit: keine Effekte und Metisse.
Nicht wirklich wichtig, aber trotzdem angenehm ist auch die Tatsache, dass in der Grundinstallation schon ein paar Bildschirmschoner mit dabei sind und nicht – wie bei Kubuntu 9.10 – erst nachträglich hinzugefügt werden müssen.
Nach dem bisherigen Verwöhnpaket folgte dann aber die rasche Ernüchterung: Nach dem Erweitern der Installationsquellen mittels URPMI konnten zwar die win32-codecs bequem aufgefunden und installiert werden, aber das war’s dann auch schon… ![]()
Die Streams von Shoutcast verlangten nach einem gstreamer-Plugin, das zwar gleich angeboten, aber nicht auf die Schnelle integrierbar war; mehrere Versuche waren notwendig. Das Hinzufügen der msttcorefonts wird gleich einmal gar nicht unterstützt, das entsprechende RPM-Paket von rpmseek schafft mich (ich glaube, dieser Link war dann die Lösung). Allerdings hätte ich mir das Herumgefrickle ruhig sparen können, weil auch nach Auswahl des Fonts „Arial“ und Deaktivierung der Kantenglättung das Schriftbild nicht meinen Vorstellungen entsprach.
Apropos Gefrickle: Meine geliebten „sudo apt-get ….“-Befehle kann ich natürlich kübeln, verwendet Mandriva doch RPM, den „Red hat Package Manager“. Da ist wohl Lernen angesagt
Soweit kam es dann aber nicht mehr: Mandriva entzog sich einer weiteren Auseinandersetzung mit mir, indem es sich – offensichtlich enttäuscht von meinen Fähigkeiten - ins Datennirvana zurückzog und mich mit einem stabilen, therapieresistenten schwarzen Bildschirm einsam zurückließ…
Neues von Google
Für 2010 wird ein eigenes Betriebssystem, „Google Chrome OS„ angekündigt… aha!
Und hier lasen wir: „Windows 7 ist wie… Ubuntu?“
Wer weiß, dass bei beiden MS-Mitbewerbern – Ubuntu und Google – der Betriebssystemkern Linux ist, könnte zu dem Schluss kommen, dass 2010 höchst interessant werden wird… *g*
Einen Schritt nach vorne, zwei nach hinten….
Ja, es gibt sie, die, wenn sie zum sechsten Mal wegen der gleichen externen 2,5″-Festplatte im Stau stehen, weil sie auf ihrem Rechner nicht einen der beiden „richtigen“ USB-Anschlüsse für die neu erstandende Komponente verwendeten, sich die Sinnfrage stellen: „Herrgott, wos moch i do eigentli…?“
Na gut, wichtig ist ja nur, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist
Schließlich entdeckt man dann doch das eine oder andere Blümchen am Wegesrand: in meinem Fall eine hübsche Zusammenfassung kleinerer Tricks und Tipps zu K/Ubuntu 9.04 „Jaunty Jackalope“ -> klick.
Ja, auf ubuntuusers.de gibt’s das alles, ich weiß, aber trotzdem halte ich diesen Überblick für Einsteiger recht gelungen.
Ich freue mich ja schon über Kleinigkeiten, sind mir doch noch alle möglichen Regressionen in Erinnerung, die als (für mich) am besten geeignete Distribution auf meinem Thinkpad T41 einzig Linux Mint 5 „Elyssa“ zuließen: alle auf ab Ubuntu 08.10 basierenden Versionen (inkl. deren Derivate, z.B. Linux Mint 6 „Felicia“) bis derzeit 09.04 vermiesten mir aufgrund oft mehrerer Baustellen das Vergnügen…
Mal scheiterte ich an der völligen Unmöglichkeit, das mobile Internet einzurichten (egal, mit welchem Tool!), dann „versteckte“ sich das Heimnetzwerk vor mir, der ATI-Treiber erfuhr (negative) Änderungen, Banalitäten wie das Schriftbild oder der Startup-Manager verunmöglichten einen Betrieb nach meinen Vorstellungen, etc.
Kann sein, dass viele oder alle Fehler mittlerweile Geschichte sind. Sicher ist auch, dass es Konstellationen gibt, unter denen 9.04 läuft wie der legendäre geölte: z.B. auf meinem PC!
Somit bleibt nur zu hoffen, dass 9.10 „Karmic Koala“ mein T41 am 29.10.2009 (zumindest) dorthin zurückführt, wo es vor eineinhalb Jahren schon war….
Sicher ist nur: es bleibt spannend!
Die Erde ist rund und hat weder Anfang noch Ende…
Nachdem zu Hause der Hauptrechner (wieder) ein Heizlüfter (= PC) ist (nein, nicht wegen mir, sondern wegen der Spielgelüste meines Sohnes…), kam dort K/Ubuntu 8.10. („Intrepid Ibex“; KDE 4 & GNOME 2.24) drauf.
Das Aufspielen des OS war völlig problemlos. Und das, obwohl ich beim Kauf des Systems (vorsätzlich) nicht auf die Kompatibilität der verbauten Komponenten achtete.
Der für Desktopeffekte notwendige Treiber für die Nvidia-Grafikkarte wurde mir zur Installation vorgeschlagen. Nach Annahme des Vorschlages erfolgte der Download und die Einbindung – fertig!
KDE überraschte mich als ausgesprochenes Eyecandy. Nachdem ich „autohide“ für das Panel nicht fand und ein bisschen das Inet befragte, wurde ich über so manche Unfertigkeit der Version 4 informiert. Aber das stört mich (bis jetzt) nicht, weil alles Wesentliche funktioniert und stabiles Verhalten zeigt.
In puncto Performance kann ich zwischen den beiden Desktops keinen Unterschied wahrnehmen.
Wenige Tage später wurde Version 9.04 released („Jaunty Jackalope“; KDE 4.2 & GNOME 2.26). Diese Version applizierte ich auf mein IBM ThinkPad T41…. mit durchaus interessantem Ergebnis: KDE ist auf dieser Maschine praktisch (noch) nicht betreibbar.
Das Einloggen ins heimische WLAN gelingt so gut wie nie, während des Vorganges schiebt sich dauernd KWallet ungefragt dazwischen, dann crasht KDE mit einer Fehlermeldung, alles ist zäh und langsam… na ja, wenigstens ist „autohide“ wieder möglich
Unter Gnome geht’s deutlich besser und angenehmer (wahrscheinlich wird sich das mit Gnome 3.0 (2010?) auch aufhören…)!
Meine Sympathie ging sogar so weit, mir ein neues Theme zu installieren: das betreffende *.tar.gz downloaden und auf die geöffnete Themenauswahl droppen lassen – finito!
Aber mein Herz gehört -> Xubuntu mit Xfce 4.6! Ich bin begeistert von der Agilität, die mein T41 damit zeigt. Und für die einzige Einschränkung, die ich bisher entdeckte, habe ich auch schon einen workaround gefunden: mit dem dazu gehörenden Dateibrowser Thunar lässt sich nicht bequem im heimischen WLAN auf andere Rechner zugreifen.
Da starte ich einfach Nautilus, das Pendant von Gnome, und schon ist alles da, was der (faule) User braucht!
Update:
Wie ich hier erfuhr, war der Verursacher meiner wenig erfreulichen Performance-Erfahrungen mit einer „alten“ ATI-Graka die Aufnahme der aktuellen Version 1.6 des Grafikservers von X.org…
Und, ja: hier hätte ich natürli auch nachschauen können!
Meine derzeitige Spielwiese ist somit Kubuntu 9.04 auf dem Heizlüfter (nach völlig problemlosen Online-Upgrade von 8.10: afoch schoaf!) und Linux Mint 5 (basiert auf 8.04) auf dem T41. „Elyssa“ (eine LTS mit Support bis 04/2011) statt „Felicia“ deshalb, weil ich mit letzterer weder mit ppp, umtsmon, wvdial, etc. meine mobile Datenkarte zum Laufen brachte (warum auch imma). Und Mint überhaupt deshalb, weil’s a bissi hübscher ist als Xubuntu
Zurück zum Start :)
So hat mich mein OS-Gefummle also nach mehreren wirklich feinen Ubuntu-Versionen (wie hier beschrieben) zu Linux Mint 5 geführt. Dieses habe ich noch immer installiert, weil die Version 6 bei mir Probleme mit dem Fenstermanager, dem Schriftbild und dem Startup Manager machte.
Aber…….. da gibt’s noch so viele andere Distris
Mich interessierte auch CrunchBang Linux: leichtgewichtige Oberfläche, interessante Konfigurationsmöglichkeiten, aber wohl infolge der „schweren“ Ubuntu-Basis nicht wirklich performanter und (für mich) zu schwierig zur Einbindung ins Heimnetzwerk.
Danach kostete ich Dreamlinux: scharfe Oberfläche (Mac-Style), unglaublich viele Variationen des Stylens möglich (Emerald, Compiz, Xfce), ABER:
- dass sich gdebi versteckt und erst mit „sudo gdebi“ ordnungsgemäß werkelt,
- dass die Oberfläche sometimes zickig ist (Doppel-Icons, doppeltes Dock),
- dass Videos meiner Lumix nur fehlerhaft wiedergegeben werden,
- dass nach Anschluss des Netzwerkkabels (!) manuelle Konfigurationen notwendig sind und
- die Firewall auszuschalten ist, um ins Heimnetzwerk zu kommen, ist heute wohl nicht mehr erforderlich
Wobei ich sagen muss, dass die Performance – besonders unter Hinzurechnung des schönen Äußeren – wirklich sehr gut ist und und vielen Punkten dem (einfachen) Anwender sehr entgegen kommt, z.B. mit Easy-install und W32codecs und DVD-Support (libdvdcss).
Und so bin ich derzeit auf Xubuntu-Tripp: alles drann, alles drinn
So habe ich einen flotten Desktop und durch Nachinstallation von GNOME kann ich beim Anmelden auswählen, welche Oberfläche es denn jetzt werden soll
Love is all around :)
Jetzt kennen wir uns doch schon ein bisschen. Du bist immer da, wenn ich dich brauche. Du bist nett, entgegenkommend, nicht zickig und hast immer Zeit für mich.
Bisher hab’ ich’s dir nicht gesagt, aber nun ist es soweit: du würdest mir fehlen, wenn du nicht mehr bei mir wär’st!
Daher danke für deine Ruhe, deine Ausgeglichenheit, deine geduldige Bereitschaft, einfach nur meinen Anweisungen zu folgen!
Niemals hast du nach Aufmerksamkeit, Pflege und dem Mittelpunkt gestrebt. Du bist einzigartig für mich, auch wenn es hübschere als dich gibt. Aber das war mir immer egal – du gewährtest mir immer Zuflucht in dieser verwirrenden Zeit!
Daher: vielen Dank, mein lieber Ubuntu-Desktop . . . .

Befreit euch und eure Rechner!
Vor etwas mehr als vier Jahren – im Mai 2004 – „tat“ ich mir das erste Mal die Installation einer Linux-Distribution „an“. Es war damals Mandrake 9.2 (mittlerweile heißt das Unternehmen „Mandriva“).
Die damaligen Herausforderungen waren z.B.:
- bei der Audio-CD-Wiedergabe mit KsCD im Brennerlaufwerk war alles o.k., wenn ich mit Totem im DVD-Laufwerk abspielte, mußte ArTS abgeschaltet werden,
- K3b war nur als „root“ zu verwenden, wenn „normalize“ genutzt werden sollte . . . .
Dass ich diese seinerzeitigen Hürden überhaupt schaffte, war im wesentlichen auch einem netten Bekannten zu verdanken: mein lieber Student (TU) bewies viel Geduld, auch wenn ihm als Purist manches höchst eigenartig vorkam, was ich „meinem Linux“ abverlangte
Über Mandrake 10.1 führte mich mein Weg dann zu SuSE 9.3. Das war im April 2005. Meine Aufzeichnungen merken zwar eine Menge an Nachinstallationen von Anwendungen an, aber das war’s auch schon.
Der Vorteil von SuSE – wie auch der von Mandrake – war, dass die notwendigen Einstellungen für die Einwahl in’s Internet out-of-the-box vornehmbar waren. Die ich noch keinen Router hatte war das die bequemste Möglichkeit, schnell den Anschluss zu finden.
Es folgten openSUSE 10.0 und 10.1.. So wie alle bisherigen Distris unter KDE.
Mittlerweile war aber schon ein weiterer Kollege aus meinem Umkreis mit Ubuntu beschäftigt. Nach etwas mehr als einem halben Jahr – genauer Ende Juni 2007 – folgte ich ihm mit der Version 7.04. Das war auch nötig, weil er sich laufend über meine Prob’s mit SuSE (oder waren es Prob’s, die SuSE mit mir hatte?) wunderte. Und ich lernte GNOME kennen . . . und lieben
Der Rest ist Geschichte: ich sitze hier mit der Version 8.04, die nach Anstecken der Logitech-Webcam meiner Tochter diese erkannte und ohne weitere Arbeiten in Skype einband *freu*
Nein, keine Angst, ich will nicht schon wieder mit dem Vergleich eines . . . anderen . . . Betriebssystems langweilen
Ich wollte einfach nur meiner Freude und meinem Erstaunen Ausdruck verleihen, mit welcher Geschwindigkeit diese Entwicklungen stattfinden!
Danke daher an diese und andere Communities, ohne deren unermüdliches Streben diese Fortschritte nicht möglich wären!
Vista oder Ubuntu 8.04?
Bei meinen beiden – hardwaremäßig einfachen – Lappis IBM TP R50e und HP 510 funktioniert alles „out-of-the-box“: war bei der Vorversion noch das Zusatzpaket „915resolution“ für den HP notwendig, läuft die richtige Auflösung und das Touchpad nunmehr von Beginn weg!
Kein WLAN & keine Performance nach Upgrade auf Ubuntu 7.10?
Na gut, ich habe nicht immer die neueste Version auf meinem Celeron-Notebook (IBM TP R50e), aber warum auch?
Nachdem mir die Ausgereiftheit wichtiger ist als der letzte Schrei, habe ich nunmehr, nachdem kürzlich die Version 8.04 von Ubuntu erschien, online von 7.04 auf 7.10 upgegradet ![]()
Dieser Vorgang – auch wenn er etwas Zeit in Anspruch nimmt – benötigt kein Ingenieurwissen: nach Aufruf der „Aktualisierungsverwaltung“ auf „Aktualisieren“ drücken, dann ist Warten und ein paar Fragen beantworten angesagt – fertig!
Das Ergebnis hatte aber zwei ärgerliche Schönheitsfehler: bei beiden Läppis litt die Performance durch das Upgrade, beim HP 510 gab’s zusätzlich kein WLAN mehr
Der Krug geht also solange zum Brunnen, bis er (er)bricht ![]()
Doch es wäre nicht Linux, wenn nicht nach „etwas“ Anstrengung eine Lösung auffindbar gewesen wäre: die Performance konnte ich verbessern, indem ich mittels Synaptic den verwendeten Kernel “linux-image-2.6.22-14-generic“ gegen „linux-image-2.6.22-14-386″ tauschte, und WLAN war wie von Geisterhand (ehrlich!) plötzlich mit der Installation dieses Paketes wieder verfügbar *freu*
Wobei plötzlich fast untertrieben ist: unter 7.04 mußte ich mich am heimischen WLAN immer händisch anmelden. Nach dem Upgrade, der geschilderten Nachinstallation und einem Neustart war ich augenblicklich und ohne weiteres Zutun mit meinem WPA-PSK-verschlüsselten Zugang verbunden!
Meinen Dank an die Community für diesen Post!
Und ich wollte schon eine Neuinstallation in Betracht ziehen . . . . na ja, offensichtlich die Nachwirkung von zuviel Windowsgebrauch
Das wird mein Zukunftsprojekt . . . . dann einmal . . . . *g*: ubuntu_804-installation
(freundlicherweise zur Verfügung gestellt von ubuntu-austria-group)
Ubuntu ist bereit für dich!
Wie meinen Vorberichten zu entnehmen ist, ließ ich mehrere Distributionen auf meiner heimischen Hardware gegeneinander antreten (bei manchen hatte ich das Gefühl, dass sie gegen mich antraten . . . ).
Im folgenden nun eine kurze Darstellung, wie ich Ubuntu 7.04 (Feisty Fawn) auf mein Notebook HP 510 „applizierte“ (Details und weitere Unterstützung finden sich z.B. auch hier):
- Entfernen der vorher installierten Distribution von einem Dualboot-System (war bei mir notwendig):
unter Windows „Systemsteuerung → Computerverwaltung → „Datenträgerverwaltung“ die von Linux belegte Partition löschen. Danach die Windows-CD einlegen, von CD starten und warten, bis der Punkt nach der Frage nach Reparatur der vorhandenen Installation kommt: diese durchführen (natürlich geht auch der Befehl fixmbr mit der Wiederherstellungskonsole).
Nun ist der Bootsektor wieder, wie er ursprünglich war und auf der Platte ist eine freie, unformatierte Partition vorhanden. - Mit der Ubuntu-CD im Laufwerk starten (vorher im BIOS einstellen, dass der Rechner die richtige Bootreihenfolge hat: CD/DVD-Laufwerk vor der Festplatte).
- Auf dem erscheinenden Desktop der Live-CD findet sich ein „Install“-Icon: dieses anklicken.
- Irgendwann hatte ich (vor oder während?) der Installation einen Harddisk-Check. Keine Panik kriegen, alles o.k., gleich gehts weiter!
- Am besten nun mit dem Internet eine Verbindung herstellen und die Updates aufspielen (lassen).
- Nach der Installation stimmt die Bildschirmauflösung des (Notebook)Bildschirms nicht? Dann ist es spätestens jetzt notwendig, den Zugang zum Internet herzustellen und – in meinem Fall – das Paket „915resolution“ zu installieren: „System -> Administration -> Synaptic-Paketverwaltung„.
- Optional und soweit das System normal reagiert: alten Kernel mittels Synaptic deinstallieren.
- Nach einem Neustart stand plötzlich und ohne weiteres Zutun sowohl das Touchpad in seiner vollen Funktion zur Verfügung als auch die richtige Auflösung
- „Gnome-PPP“ für die Einwahl mittels HSDPA-Karte installieren (diese Einträge ab „Einrichtung von Gnome-PPP . . . “ habe ich genommen). Karte einstecken . . . Einwahl tätigen . . . und schon wieder freuen!
- Frage: wie kann ich meine unter Windows abgelegten Daten bearbeiten? Antwort: NTFS-Partitionen mit Schreibunterstützung einbinden: Klick!
- „ubuntu-restricted-extras“ installieren (für Java und andere „Spielereien“).
- Optional: Schriftbild verbessern.
- UND AUS!
Und jetzt ehrlich: war der Freiheitsgewinn je so leicht zu erreichen





