Die wundersame Vermehrung


Schon länger beobachtete ich die technische und preisliche Entwicklung dieser Netbook genannten Klein-Notebooks. Schnuckelige Geräte und sicher knusprig, softwaremäßig daran herumzubasteln . . . 🙂

Aber eine Fügung wollte es, dass mir mein mich beruflich seit ca. 4 Jahren ertragendes IBM ThinkPad T41 in den privaten Schoß fiel. Kein Netbook, o.k., aber doch ein recht handliches 14-Zoll-Notebook, das damals immerhin um die € 1.600,- kostete und für das ich jetzt gering mehr als 10 % davon zu bezahlen hatte!
Begonnen hat es eigentlich mit der simplen Frage, ob man mir doch bitte die Desktopanwendung für mein Handy installieren könnte . . . aber das ist eine andere Geschichte *g*

Ich habe daher sofort „hier“ gesagt, und eigentlich erst nachher überlegt, was damit wohl anzustellen wäre. Wir haben zu Hause ein HP 510 (called „airborne“) mit Dualboot: Windows wird von meiner Tochter verwendet, die Linux Mint-Seite nutze ich während der Urlaube. Eine weitere Maschine mit Dualboot – IBM TP R50e(called „laptop“) gebrauchen auf der Windows-Seite meine Gattin und mein Sohn. Mir gehört dafür das aufgespielte Linux Mint Xfce.

Welche Aufgabe könnte daher ein weiterer Lappi übernehmen? Der stärkere Prozessor sprach für einen Ersatz des TP R50e, der fehlende CD-Brenner, der kleinere Monitor und die Qual des kompletten Neuaufsetzens von Windows dagegen . . . 😦

Ich fasste daher den (familiär) mutigen Entschluss, endlich einen windowsbefreiten Hobel zu kreieren. Wohl auch deshalb, weil mir die Installation von XP und SP 1 und SP2 und SP3 und der Treiber und . . . unendlich boring erschien. Diese Gerätschaft wird dann (auch) in den Urlaub mitgenommen (und dient dort dem eMailen sowie als Jukebox): schließlich ist er von den Abmessungen gering zarter als das HP 510 und aufgrund des Titanrahmens auch beanspruchbarer! Und wer ihn nicht mag, weil er seine gewohnten Fensterln ned siacht, der braucht ihn ja auch nicht benutzen . . . so schaut’s aus *g*

Die Vorfreude war daher groß, das neue Spielzeug zu Hause endlich von Windows befreien zu dürfen! Meine einzige Furcht war, ob wohl die Grafikkarte und WLAN ohne gröbere Probleme erkannt werden würde . . .

Leider streikte beim ersten Installationsversuch meine Linux Mint Xfce-CD; warum muss ich auch eine CD-R/W benutzen? Das Auffinden der gewünschten Version war die nächste Hürde, offenbar deshalb, weil die Version 5 „Elyssa“ bald durch die Version 6 „Felicia“ ersetzt wird (der RC1 ist schon released!).
Verwirrend war, dass unter „Linux Mint 5 „Elyssa“ – XFCE Community Edition“ lediglich die Version mit der Desktop-Umgebung Gnome downloadbar war.

Aber kein Problem ohne Lösung: irgendwo hab ich’s dann doch aufgetrieben, runtergeladen und gebrannt, in’s Laufwerk gestopft und einen Neustart durchgeführt. Hochfahren (sozusagen im „Live-Modus“, ohne Installation) und nachfolgendes Installieren war ohne Auffälligkeiten und ziemlich geschmeidig durchführbar . . . was erwartet mich nach dem ersten „von-der-Platte-booten“?

Um es vorwegzunehmen: ein kompletter Desktop, der nach Zuweisung der WLAN-Verbindung nur nach Updates verlangte . . . ja, also mit dem hab‘ i jetzt ned g’rechnet 😮
Seitdem ist „geilesau“ ein anerkanntes Familienmitglied: meine Tochter findet in „süß, weil er so klein ist“ und hat (plötzlich) auch kein Problem damit, das uns Windows nicht mehr in den Urlaub begleitet und mein Sohn beantragte augenblicklich einen eigenen Account 🙂

Diese Integration ist wohl gelungen! Jetzt müss’ma nur aufpassen, dass die anderen Computer ned eifersüchtig auf ihren freien Bruder werden 😉

freedom

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