7,5 Jahre DSL – eine Rückschau


Der Umstieg (inklusive Anschlussentbündelung) auf ein ADSL-Produkt von Tele2 war dermaßen transparent und problemlos, dass ich jetzt noch ganz hin und weg bin!
Nicht nur, dass der jeweilige Status der Umstellung einsichtbar gemacht wurde, wusste ich (z.B.) dank deren informativer Site schon lange vor Inbetriebnahme, wie ich meinen Router zu konfigurieren hatte . . .  🙂

Das motivierte mich, meinen bisherigen Weg ins Internet Revue passieren zu lassen:
Im Nullerjahr (2000) musste es gewesen sein, dass ich Spätzünder meinen ersten Rechner zu Hause aufstellte. Bald war klar, dass ohne Verbindung in’s Netz das nur eine halbe Sache ist.
Da mein Haushalt damals noch nicht verkabelt war (sollte erst Jahre später sein: und das mitten in Wien!) wurde ich von einem Kollegen auf ADSL (startete 1999 in AT) verwiesen. Doch wie tun, wenn ich nicht einmal mehr ein Festnetztelefon hatte und zudem jet2web nicht als Provider wollte?
Ging man zur „Post“ und beantragte einen ADSL-Anschluss, kam beides von der Telekom.

Nach einigem Rechercheaufwand – Mitte 2001 – und vielen Telefonaten war der weg klar: bei der Telekom ist ein Festnetzanschluss zu beantragen und nach Installation erst der ADSL-Dienst beim jeweiligen Betreiber; ich suchte mir damals die UTA aus (= wurde im Herbst 2004 von Tele2 übernommen).

Leider hielten wir beide es nicht lange gemeinsam aus: unsere Beziehung endete aufgrund von Differenzen zur Verrechnung nach einem Jahr. Was ich damals noch nicht wusste: wenige Monate später sollte ich mich vor dem Handelsgericht mit der UTA aufgrund dieser Causa vergleichen . . . -o

Mein Weg führte mich zur European Telecom International. Dort bestellte ich – jetzt bitte nicht lachen – im Juni 2002 ein Produkt mit dem Namen „Express 512/128“ 🙂
Ja, die Zahlen geben die „Geschwindigkeit“ des Zugangs in kBit/s an!

Gleichzeitig wurde auch die Entbündelung meines Anschlusses beantragt: juhu – ich bin frei!
Welches Datenvolumen ich damals zur Verfügung hatte, kann ich nicht mehr nachvollziehen, bei der UTA war es 1 GB (EIN einziges Gigabyte, ja!), der Preis: € 60,-/Monat.

Die Karten wurden neu gemischt, weil ETI noch im Sommer 2002 von eTel übernommen wurde und ich wagte im Dezember 2004 den Umstieg auf ein neues Produkt: 20 GB um € 65,- (wahrscheinlich „bereits“ mit 1024 kBit/s down).

Im Dezember 2005 begannen die Preise endlich zu sinken: 25 GB, 1024 kBit/s down um € 49,-; Dezember 2006: Umstieg auf 3072/384 kBit/s mit 20 GB um € 49,90.

2007 dann der Bruch: eTel wird von der Telekom Austria AG inhaliert und mir wird ein Vertrag zu Re-Entbündelung vorgelegt . . . . 😦
Meinen Versuch, daraufhin bei Inode unterzukommen, findet der geneigte Leser (auch) in diesem Blog.

Da Inode – leider – mit meiner Umstellung offensichtlich überfordert war und es sonst kein  attraktives Angebot gab, unterschrieb ich im Oktober 2007 bei der Telekom Austria einen Vertrag über „aonPur„: Aktionsangebot ohne  Aufschließungskosten, flat, 2 Mbit/s um € 39,90.
Detail am Rande: da die Speed nicht passte, durfte der Techniker gleich noch einmal zu mir kommen.

Die Zufriedenheit war für ein paar Wochen gegeben, da erschien im November 2007 die „aonKombi„: gleiche Speed, flat, um lediglich € 19,90 😦
Zu meinem positiven Erstaunen wurde dem Umstieg problemlos stattgegeben, die angekündigte einmalige Gebühr (€ 49,-?) nie verrechnet 🙂

Nun, im Herbst 2008, wurde die neue „aonKombi“ – deren Novation ich dem Mitarbeiter der Telekom, bei dem ich vorstellig wurde, mitteilen durfte – vorgestellt: 8 Mbit/s statt bisher 2 Mbit/s (warum ich die nicht habe, könnt ihr hier lesen).

Jetzt hoffe ich nur noch, dass Tele2 bei der Zuverlässigkeit und Rechnungslegung meine Erwartungen erfüllt und erfreue mich völlig ausreichender Geschwindigkeit (reale 7 Mbit/s; maximal bei meinem Anschluss laut Auskunft Telekom möglich: 5 Mbit/s!) zu einem Superpreis (€ 19,90). Und das alles ohne Bindung!

Ob mein Weg wohl hier endet? Es darf gewettet werden . . . . 🙂

Das kleine Einmaleins zum Umgang mit Aon


„Das Kleine Einmaleins gehört zum mathematischen Grundwissen und ist in der Grundschule auswendig zu lernen.“
Ein Zitat aus der Wikipedia 🙂

Also eigentlich ist es ja eher ein FAQ geworden . . . *g*
Anyway: im Folgenden nun ein paar erste Tipps (nach fast 3monatiger DSL-Breitband-Herbergssuche infolge Providerwechsel in einer Bundeshauptstadt im Herzen Europas), am Beispiel von Aon:

  • Wo kriege ich einen ersten Überblick über Produkte und Provider?
    Nix einfacher als das: Klick!
  • Ich wohne in AT und will DSL haben! Zwischen welchen Providern kann ich wählen?
    Das kommt darauf an, zu welchem Wählamt die (Telefon)Leitung läuft. Wenn die Postleitzahl des Wählamt bekannt ist, gibt diese Seite Auskunft, welcher Anbieter dort vertreten ist.
  • Bei mir geht nur Aon – was soll ich tun?
    Nicht verzweifeln *g*
    Überdenke und prüfe die Möglichkeit, mobiles Breitband der bekannten Anbieter zu nutzen.
  • Ich habe mich für ein Aon-Produkt entschieden; wie geht’s weiter?
    Es kommt bald zu einem Termin, wo ein Herr Techniker Modem und eventuell – soweit noch nicht vorhanden – die Leitung installiert.
  • Der Techniker war da . . . aber das Internet ist sooo langsam!
    Hehehehe, selber Schuld Entschuldigung: führe diesen Speedtest aus und schau dir das Ergebnis an.
  • Meine Speed paßt eindeutig nicht, was tun?
    • Wenn andere Einflüsse ausgeschlossen werden können (Router, Rechner, etc.) wendet man sich an die Rufnummer 111 20 (Störungsstelle).
      Wenn man Nerven, Zeit und Ausdauer hat und durchhält und alle Herrschaften dort meinen, keinen Fehler zu finden und irgendwelche Erklärungen abgeben (beliebt ist „geteilte Leitung“, „Serverbelastung“, „die Kapazität ihres PC’s“ und ähnlicher Schrott) und die Leistung passt am nächsten Tag auch nicht, dann . . .
    • . . . ruft man nochmals an und ersucht, einen „Störungsfall aufzugeben“. Das aktiviert einen (zumeist fähigen) Techniker zum Hausbesuch 😮
  • Erreiche ich den Support nicht auch via eMail?
    Schon! Außer der Webmaske, die sich irgendwo auf der Homepage versteckt, gibt es diese eMail-Adressen, mit deren Weitergabe recht geizig umgegangen wird: support@aon.at, aon.support@telekom.at, servicecenter@telekom.at und kundenservice@telekom.at.
  • Wie kann ich Druck machen, damit sich was bewegt?
    eMail an eine der obigen Adressen und in Kopie an schlichtungsstelle@rtr.at.
  • Was ist die „Schlichtungsstelle“?
    Bitte hier ihren Auftrag nachlesen! Hier werden sie geholfen -)

Apropos helfen: good luck!

Broadband

ISP-Wechsel in AT: eine Halloween-Story . . . .


Ach, was war das noch für ein Abenteuer, als ich vor sechs Jahren (wie in einem anderen Beitrag beschrieben) ADSL beantragte! Die Preise waren hoch, die Einrichtung des Zuganges langwierig . . . . wie schaut das 2007 aus?
Ich meine . . . da muß doch mittlerweile ein aktiver Käufermarkt existieren, wo die guten Angebote und zuverlässigen Dienste nur so blühen, oder?

Da diese Technik mittlerweile ja auch keinen mehr hinter dem Ofen hervorholt und die Abläufe jahrelang geübt sind, wird der ganze Zauber mit dem Wechsel des Internetserviceproviders (ISP) in wenigen Tagen erledigt sein.
Was gehört schon dazu, wenn ein bestehender Anschluss im Wählamt von Provider „A“ auf Provider „B“ umprogrammiert werden soll?

Da – laut Ankündigung – mit 30.09.07 mein Anschluss von eTel gekündigt werden soll, habe ich trotzdem vorsorglich bereits am 23.08. aufgrund des optimalen Preis-/Leistungsverhältnisses bei „den Guten“ eine Wechselbestellung getätigt; als Installationsdatum wählte ich „21.09.2007 von 13:00 bis 15:00“.
Ich habe dann auch brav und regelmäßig mit den freundlichen Herren vom Support gesprochen – jedoch nur, wenn ich sie kontaktiert habe (vielleicht dürfen die aus Kostengründen gar niemanden zurück- oder anrufen??).
Wir haben uns fleissig Formulare zu- und nachgesandt, mal ein Formular vergessen, etc.

Bis . . . am 10.09.: da wurde ich davon in Kenntnis gesetzt, dass meine Rufnummer nicht von der Telekom ist!
Wie jetzt: eTel wurde doch von denen übernommen, oder was? Aufgrund der Übernahme wurde doch auch in meinen mit eTel bestehenden Vertrag eingegriffen und mir deshalb die Kündigung ausgesprochen, weil ich den Änderungen nicht zustimmte. Zum einen also einseitige Vertragsänderungen aufgrund der Übernahme, zum anderen kein Zusammenhang mit dem übernehmenden Unternehmen? -o

Inode/UPC behielt aber recht: wie mir die Regulierungsbehörde bestätigte, handelt es sich trotz der Übernahme rechtlich um zwei verschiedene Unternehmen!
Und es kommt noch besser: aufgrund dieser Tatsache ist es in AT auch nicht möglich, den Providerwechsel von einem entbündelten Anschluss zu einem anderen entbündelten ohne Providerwechselgebühr zu realisieren, weil nur der Wechsel von der Telekom weg zu einem anderen Anbieter ohne Gebühr möglich ist, nicht aber zwischen den alternativen Anbietern selbst . . . . . 😦

Ich habe also (auch) diesen Umstand irgendwann mal verdaut und am 28.09. angefragt, wie denn nun der Status meiner Bestellung ist, weil ich doch bereits seit einer Woche – auf Basis der Installationsterminvorgabe von Inode/UPC – vollwertiger Kunde sein sollte.
So einfach die Frage, so simpel die Antwort: es ist schlichtweg nicht bekannt, zu welchem Datum die Bestellung erfolgreich abgeschlossen wird . . .

Der Oktober überraschte mich dann mit der Tatsache, dass mein „Altanschluss“ – trotz Aufkündigung des Vertrages – weiterhin funktionierte (wahrscheinlich deshalb, weil die monatlichen Gebühren im vorhinein zu entrichten sind und so eine Gutschrift vermieden wurde).
Trotzdem habe ich dann am 05.10. (nach numehr sechs Wochen!) wieder einmal zum Telefonhörer gegriffen und die Herrschaften von Inode/UPC kontaktiert. Und erfuhr wieder was Neues: in meinen Fall ist eine Neuherstellung des Anschlusses notwendig . . . . .

Auf meine Frage, wie die Neuherstellung eines (noch immer) aktiven Anschlusses zum Zwecke des Providerwechsels zu begründen ist, fand auch der nette Supportmitarbeiter keine Antwort.
Auch deshalb, weil die Neuherstellung mit geschätzten leckeren € 170,- abzugelten wäre, habe ich meine Bestellung am gleichen Tag storniert und woanders unterschrieben.

Dort, wo ich eigentlich nie hin wollte . . . aber eine laufende Aktion machte mich offensichtlich käuflich ;-)

So bin ich nun seit gestern (30.10.) – zwei Tage vor dem endgültigen „Aus“ meines i-net’s und keine 3,5 Wochen nach dieser Bestellung – erfolgreich vom Techniker besucht worden.
Als ich abends nach Hause kam, mußte ich lediglich Kennung und Paßwort am Router ändern . . . und alles war gut 🙂

Wenn auch erst nach insgesamt 2,5 Monaten = 10 Wochen = 70 Tagen . . . -o

Halloween