B.FREE Breitband mit der T-Mobile web ’n‘ walk Card (2/2)


Aufbauend auf den letzten Basteleien (siehe unten Teil 1/2) waren nun alle Grundfunktionen hinsichtlich meiner Variante des mobilen Internets gegeben, aber 100 % waren es noch nicht . . .

Unter Linux litt der Datendurchsatz bei Einwahl mit „gnome-ppp“, wenn nicht HSDPA sondern nur EDGE als Übertragungsverfahren verfügbar war. Ich nehme an, weil mit dem grundsoliden, aber einfachen „gnome-ppp“ diese Abstimmung (natürlich) nicht oder nicht ausreichend gelingt . . .  -o

Unter Windows wählte ich mich bei A1 (= B.FREE) mit der T-Mobile-Software ein. Das paßt nicht nur optisch nicht zusammen, sondern hat auch den Nebeneffekt, dass man beim Klick auf den „web’n’walk Manager“ auf die Site von T-Mobile weiter geleitet wird . . . 😦

Beim Herumstöbern auf der Homepage von A1 entdeckte ich dann diese Info. Hier ist das Dashboard von A1 runterladbar und auch ein Update für meine Huawei E630-Datenkarte 🙂
Beides leider nur für meine alternative Windows-Installation, aber immerhin: T-Mobile schafft es nicht einmal, Updates für ihre eigene Hardware anzubieten!

Und durch Zufall wurde ich in einem Forum auf die Existenz eines „Vodafone Mobile Connect Card-Drivers for Linux“ aufmerksam.

Entgegen der Benennung beinhaltet das Paket nicht nur den Treiber, sondern löst nach Download mehrere Abhängigkeiten auf, weshalb bei Installation die Verbindung zum Netz hergestellt sein muß. Da die Install weder auf der Konsole noch via einfachem Klick funktionierte, hab‘ ich mir das Paket direkt von hier geholt.

Es funktioniert fantastisch und wird mich – da einstellbar – im Gegensatz zu „gnome-ppp“ auch bei EDGE nicht im Stich lassen. Es benötigt nach der Installation lediglich die paar bereits beschriebene Eingaben, weshalb auch die Verwendung mit anderen Carriern als Vodafone gesichert sein sollte.

Unter Windows spielte ich dann das Dashboard von A1 auf, das einen wirklich netten Eindruck machte. Warum es allerdings 72,7 MB gross sein muß, wenn die Version für Linux mit 1,6 MB auskommt, kann ich nicht beantworten (wie der Response auf meinen ersten Bastelbeitrag zeigt, geht es unter Windows auch mit einer Freeware mit 0,25 MB: so what?)

Jetzt fehlte eigentlich nur noch das „Firmwareupdate – HSDPA 7,2 MBit/s“ für meine Karte, das A1 anbietet. Sollte ich es wagen? Was ist, wenn es fehlschlägt, z. B. weil irgendwo noch das T-Mobile-Branding drinhängt? Und vor allem: ist diese Geschwindigkeit realistisch überhaupt erreichbar?
Wäre nicht gut, jetzt die Hardware zu zerstören, wo alles so elegant dahinflutscht . . .

Ich hab‘ aber eh‘ nicht lange gezögert, weil meine Neugierde einfach zu groß war: das Update lief einwandfrei durch, jetzt habe ich eine „E630+“-Karte, weshalb das Update eigentlich ein Upgrade war *g*

Internet everywhere & anytime & with both OS – jetzt passt’s!

B.FREE Breitband mit der T-Mobile web ’n‘ walk Card (1/2)


Da muss ich leider ein bisschen ausholen:
Vor fast genau einem Jahr musste ich unbedingt mobiles Internet haben. Ich hatte das Glück, über meinen Arbeitgeber einen wirklich günstigen privaten Vertrag bei T-Mobile unterschreiben zu können.

Leider stellte sich heraus, dass die Technik (noch) nicht so funktioniert, wie es meinen Vorstellungen entspricht: an zwei von drei Urlaubsorten in AT war . . . . Funkstille 😦

Also wurde der Vertrag nach einem Jahr gekündigt . . . and now? Gar kein mobiles i-net mehr? Oder wieder einen Vertrag mit monatlicher Gebühr abschließen, obwohl ich’s nur im Urlaub nutze? Oder eine Wertkartenlösung mit Hardware um € 100,- kaufen und die vorhandene und funktionierende, T-Mobile-gesperrte PCMCIA-Karte „Huawei E630“ dem Sondermüll überantworten?
Ehrlich: das sind alles inakzeptable Lösungen . . . zumindest für mich . . . -o

Aber dann fand sich doch eine Lösung: A1 – angeblich Anbieter des besten Mobilfunknetzes – bietet unter dem Label „B.FREE Breitband“ ein „Welcome Package“ an. SIM-Karte mit 1GB Datenvolumen, innerhalb eines Jahres zu verbrauchen, ohne Hardware um € 14,90 . . . ideal!

Also galt es nun, die aus dem Vorvertrag verbliebene Datenkarte zu entsperren. Diesen Job erledigten die Burschen dieses Shops um lediglich € 10,-. Danach öffnete ich die Verpackung des „Welcome Package“, entnahm die SIM-Karte und schob sie in die PCMCIA-Karte.

Wer glaubt, in der Verpackung eine Installationsanleitung oder sonstige Angaben zu finden, die einem weiterhelfen könnten, täuscht sich so gewaltig wie ich. Also i-net anwerfen und suchen . . . . 😦

Das Programm zur Einwahl in’s Netz (unter Windows) holte ich mir von der Homepage von T-Mobile. Solltet ihr eine andere Karte, ein anderes Modem oder einen anderen Provider haben, ist es wichtig, dass diese Software zur Karte bzw. zum Modem passt (im Allgemeinen auf der HP ersichtlich!). Nennt sich „Vodafone Connect“, „Mobile Connect“, etc. . . . – das so genannte Dashboard.

Nach Installation der Anwendung und darauf folgend dem ersten Einstecken der Karte, sind jetzt nur mehr ein paar Parameter anzupassen, da das Einwahlprogramm ja für T-Mobile und nicht für A1 ausgelegt ist (weitere Zugangsdaten für AT, DE, etc. findet ihr hier).

Daher im Dashboard „Einstellungen“ -> „Verbindungseinstellungen“ -> „Erstellen neues Profil“:

Einwahlnummer: *99#
APN: A1.net
(optional:
primärer DNS: 194.48.124.200
sekundärer DNS: 194.48.139.254)
Benutzername: ppp@A1plus.at
Kennwort: ppp

Speichern . . . . „Verbinden“ klicken . . . surfen und freuen 🙂

Und nachdem ihr jetzt alle das Kochrezept für diesen und ähnlich gelagerte Fälle kennt, wünsche ich viel Spaß beim „Nachbacken“!

Nachtrag:
Wieder einmal hatte ich es unter Ubuntu 8.04 einfacher als unter Windows: gnome-ppp zur Installation ausgewählt, oben genannte Eingaben getätigt, Initialisierungsstring reinkopieren . . . schon pfeifts!

Ubuntu ist bereit für dich!


Wie meinen Vorberichten zu entnehmen ist, ließ ich mehrere Distributionen auf meiner heimischen Hardware gegeneinander antreten (bei manchen hatte ich das Gefühl, dass sie gegen mich antraten . . . ).

Im folgenden nun eine kurze Darstellung, wie ich Ubuntu 7.04 (Feisty Fawn) auf mein Notebook HP 510 „applizierte“ (Details und weitere Unterstützung finden sich z.B. auch hier):

  • Entfernen der vorher installierten Distribution von einem Dualboot-System (war bei mir notwendig):
    unter Windows „Systemsteuerung → Computerverwaltung → „Datenträgerverwaltung“ die von Linux belegte Partition löschen. Danach die Windows-CD einlegen, von CD starten und warten, bis der Punkt nach der Frage nach Reparatur der vorhandenen Installation kommt: diese durchführen (natürlich geht auch der Befehl fixmbr mit der Wiederherstellungskonsole).
    Nun ist der Bootsektor wieder, wie er ursprünglich war und auf der Platte ist eine freie, unformatierte Partition vorhanden.
  • Mit der Ubuntu-CD im Laufwerk starten (vorher im BIOS einstellen, dass der Rechner die richtige Bootreihenfolge hat: CD/DVD-Laufwerk vor der Festplatte).
  • Auf dem erscheinenden Desktop der Live-CD findet sich ein „Install“-Icon: dieses anklicken.
  • Irgendwann hatte ich (vor oder während?) der Installation einen Harddisk-Check. Keine Panik kriegen, alles o.k., gleich gehts weiter!
  • Am besten nun mit dem Internet eine Verbindung herstellen und die Updates aufspielen (lassen).
  • Nach der Installation stimmt die Bildschirmauflösung des (Notebook)Bildschirms nicht? Dann ist es spätestens jetzt notwendig, den Zugang zum Internet herzustellen und – in meinem Fall – das Paket „915resolution“ zu installieren: „System -> Administration -> Synaptic-Paketverwaltung„.
  •  Optional und soweit das System normal reagiert: alten Kernel mittels Synaptic deinstallieren.
  • Nach einem Neustart stand plötzlich und ohne weiteres Zutun sowohl das Touchpad in seiner vollen Funktion zur Verfügung als auch die richtige Auflösung 🙂
  • „Gnome-PPP“ für die Einwahl mittels HSDPA-Karte installieren (diese Einträge ab „Einrichtung von Gnome-PPP . . . “ habe ich genommen). Karte einstecken . . . Einwahl tätigen . . . und schon wieder freuen!
  • Frage: wie kann ich meine unter Windows abgelegten Daten bearbeiten? Antwort: NTFS-Partitionen mit Schreibunterstützung einbinden: Klick!
  • „ubuntu-restricted-extras“ installieren (für Java und andere „Spielereien“).
  • Optional: Schriftbild verbessern.
  • UND AUS!

Und jetzt ehrlich: war der Freiheitsgewinn je so leicht zu erreichen 🙂

Und fröhlich grüßt der Tux


Was hat sich also getan in den letzten drei Monaten bezüglich meiner Forschungsreise in’s Linuxland? Ich würde meinen: so einiges, seit damals 🙂

Kurz danach beglückte ich mein IBM ThinkPad R50e mit Ubuntu 7.04 (Feisty Fawn). Zuvor schaffte ich Platz auf der Platte (mittels Partition Magic), um meinen Gast gebührend empfangen zu können.

Die Nacharbeiten hätten wohl geringer nicht ausfallen können:
– alten Kernel („linux-image-…“) nach Update via Paketverwaltung entfernt,
– „ubuntu-restricted-extras“ (div. „unfreie“ Codecs & Anwendungen) installiert sowie
– die Schrift geändert auf Verdana und ohne Kantenglättung (mußte nicht sein – habe ich mir halt eingebildet).
How-To’s finden sich z.B. hier.

Von mir zusätzlich installierte Software: Rar, ein paar Plug-ins für Firefox (autoHideStatusbar, CheckYesss, Forecastfox), aMule, LimeWire, Skype, amaroK, MP3gain und easyTAG. Das alles geschah friktionsfrei, flott und läuft seither bestens!

Vor kurzem jedoch saß ich am HP 510 (Chatgerät meiner Tochter) und war verwundert, dass die Harddisk nur 30 GB groß sein sollte . . . hatten die nicht 60 GB versprochen?
Uuups . . . habe vergessen, dass ich seinerzeit die Platte für eine (spätere) Dualboot-Konstellation „geteilt“ und lediglich eine Hälfte formatiert habe.
Na dann – an’s Werk!

Ich wählte als Distribution Mandriva 2007.1 Spring, weil mich damals die Live-CD gleich freundlich zur Justierung der richtigen Auflösung des Notebook-Bildschirms einlud. Also Live-CD rein und das „Install“-Icon nach dem Hochfahren von der CD angeklickt.
BTW: es hätte keine drei Anläufe gebraucht um zu begreifen, dass die Bootreihenfolge besser nach der Installation anzupassen ist: wenn man an dieser Stelle „Abbruch“ drückt, wird die gesamte (!!) Installation abgebrochen *kopfkratz*
Da hat sich sowieso der Fehlerteufel eingeschlichen, weil auch bei der nachträglichen Konfiguration versteckt sich das darauf folgende Fenster hinter dem vorigen . . . kein Problem, WENN MAN ES WEISS 😮

Der Anschluss an’s heimische WLAN war schnell gefunden, jedoch verweigert Firefox seinen Dienst bei Java-Seiten.
Das Problem wird hier als lösbar dargestellt . . ich schaffte es trotz diverser Pfad- und sonstiger Anpassungen nicht. Außerdem mißfällt mir das Schriftbild, dass ich (noch?) nicht geeignet einstellen konnte: je nach Fenster und Anwendung mal pixelig, mal unscharf . . .

Was mich aber am meisten positiv überrascht hat: nach Einstecken der HSDPA-Karte (Huawei) wird diese nicht nur augenblicklich als Modem erkannt, sondern nach Aufruf zur Einrichtung eines (weiteren) Internet-Zugangs öffnet sich ein Dialogfenster, das nach wenigen Antworten und Eingabe des APN (bei T-Mobile „gprsinternet“) den sofortigen Zugang ermöglicht . . . BRAVO! Mit dem habe ich echt nicht gerechnet 🙂

Ich mußte das natürlich auch gleich bei Ubuntu ausprobieren; für diese Zwecke gibt es (z.B.) „gnome-ppp„. Leider findet es das Gerät „/dev/ttyUSB0“ nicht; liegt wohl an einem Fehler, der hier beschrieben wird: „das Modul für USB Mass Storage (rmmod usb-storage ) entfernen. Wenn die Verbindung steht, kann es wieder geladen werden.“

Auf meinen Rechnern wird es langsam eng für’s XP’tscherl . . . mit der Release 7.10 „Gutsy Gibbon“ im Oktober 2007 wird der schreibende Zugriff auf NTFS (out-of-the-box) realisiert; damit fällt eine weitere Hürde.
Und auch wer sich seinen Desktop ohne schicke 3D-Effekte nicht mehr vorstellen kann, muß mit Linux nicht traurig sein!

Update (the day after . . . ):
Mithilfe dieser Site gelang dann der Durchbruch, um auch Ubuntu 7.04 von den Vorzügen einer HSDPA-Karte zu überzeugen:

  • gnome-ppp installieren,
  • möglicherweise notwendig, wenn eine USB-Platte betrieben wird: rmmod usb-storage vor und insmod usb-storage nach dem Aufruf von Gnome PPP (Karte wird manchmal erst dann als Gerät /dev/ttyUSB0 gelistet).
  • restliche Einstellungen laut o. a. Site, wobei ich erst ab „Einrichtung von Gnome-PPP in Feisty Fawn“ begonnen habe . . .!

Sooo schaut’s aus 🙂

Tux Flying