Windows 10 Technical Preview


Es hat sich also zugetragen, dass mir von einem lieben Freund die DVD mit Windows 10 Technical Preview Build 9926 (Stand 01/2015) übergeben wurde. Anfänglich war mein Interesse gering, aber dann juckte es mich doch…
Das Netz ist zwar voll von Berichten und Screenshots, aber trotzdem war ich ausreichend neugierig, mein Nebensystem – Windows 8.1 Pro – auf die TP zu aktualisieren. Nachfolgend daher eine persönliche Ergänzung zu den vielen anderen Beiträgen, die sich den allgemeinen Neuerungen hinsichtlich Bedienung, Ressourcenverbrauch, Oberfläche etc. widmen:

Ich recherchierte zwei Optionen der Installation:

  • Aus einem bestehenden Windows 7/8.1-System heraus mit dem Upgradetool  ODER
  • auf ein jungfräuliches Teil mit einer Installations-DVD (oder einem entsprechenden USB-Stick).
    Beide Methoden werden z.B. hier beschrieben.

Die Geschichte mit dem Upgradetool erforderte den Download des ganzen Schamotts, den ich schon auf DVD hatte und für das Draufbügeln auf eine freie Partition fehlte mir der Platz bzw. eine freie Maschine. Also legte ich die DVD unter dem laufenden Nebensystem ein und wartete, was man mir wohl vorschlagen würde. Das Medium erkannte das aktive Betriebssystem und stellte mir mehrere Optionen des Upgrades zur Verfügung, darunter auch das Beibehalten der Einstellungen und Daten – das habe ich gewählt!

Nach einer kleinen Ewigkeit wurde es spannend, vor allem deshalb, weil ich gewarnt wurde, dass der bestehende Bootloader, der mir die Auswahl des zu startenden Betriebssystems – in meinem Fall Linux Mint oder Windows –  mit dem MBR von Windows 10 überschrieben werden wird. Sehr erfreulich: er wurde nicht gelöscht, ja, nicht einmal aktualisiert, es steht noch immer „windows 8 loader“ zur Auswahl.

Zu Beginn konnte Google Drive keinen Sync meiner Daten einleiten. Das ließ sich rasch reparieren, indem ich das lokale Konto trennte und „neu“ einrichtete. Auch der Defender fehlte, also stieß ich seine Aktivierung mit der Installation an, was auch sogleich funktionierte.

Und dann, ja, dann suchte ich die Update-Einstellungen. Unter den Systemeinstellungen wurde ich nicht fündig, ist das unüblich bei einer Vorversion, dass sie aktualisiert werden soll/darf/muss? Nein, weit gefehlt, ein Teil der Systemeinstellungen befindet sich nun unter „Settings/Einstellungen“ – im Menü „Alle Apps“.

Gestern erreichte mich Build 10074, die es sich schon vorgestern auf meinem Rechner bequem machen wollte, aber deren Installation gleich zu Beginn mit einem Fehler abgebrochen wurde. Das bedingte mehrere Neustarts, dazwischen sieht man einen hellen Kreis auf schwarzem Grund, der den Anteil der Fertigstellung der Aktualisierung auch in Prozent anzeigt.

Nach dieser Installation verschwand auch die Fehlermeldung, die ich mir selbst bescherte, weil ich den Ordner löschte, der für ein optionales Rollback zur Verfügung steht – sehr schön!

Und abschließend: mein Dualboot funktioniert ohne Einschränkungen, der Eintrag „windows 8 loader“ startet die letzte Build. 😀

Advertisements

Sie haben sich diesmal wirklich angestrengt, scheint mir!


Über das vorletzte OS von Microsoft ein Wort zu verlieren, wäre Eulen nach Athen tragen. Es gab vielerlei Gründe, warum ich diese Wahl keinen empfahl, der mich danach fragte.

Doch mit Windows 7 scheint nun wirklich – und aus meiner Beobachtung seit Win98 erstmalig – die Spur einer Trendwende realisiert worden zu sein. Nach drei erfolgreichen privaten Installationen auf unterschiedlichstem Gerät (der mir zur Verfügung gestellten Version „Ultimate“), nämlich vom 1,3 GHz-Celeron-Notebook mit 1,25 GB RAM sowie Grafik-on-board bis zum Dual-Core 2,50 GHz mit 2 GB RAM und 512 MB GPU hinterlässt es einen wirklich guten Eindruck.:

  • Verbesserte Skalierbarkeit: Trotz fehlender „Grafikstärke“ auf (zusätzlich) schwacher HW ist es optisch ansprechend (obwohl mit fehlenden Gimmicks) und die Performance scheint gegenüber XP kaum gelitten zu haben (einziges „Tuning“ meinerseits: Abschalten der Indizierung, der Komprimierung und diverser Dienste).
  • Mit Betrieb der Microsoft Security Essentials (kostenloses Security-Tool) und dem automatischen Durchführen der Defragmentierung sowie dem diskreteren Umgang mit Infomeldungen an den User herrscht mehr Ruhe am Monitor (und damit auch beim Anwender… :).
  • Auch die Einrichtung eines zentralen „Windows Update“ inklusive anderer Produkte von MS hat man gut, wenn auch nicht so umfangreich wie von Linux-Distributionen gewohnt, kopiert *g*
  • Der Umgang mit der Rechteverwaltung bei anstehenden Installationen unter Usern ohne Admin-Rechte erinnert auch ein bisschen an… ihr wisst schon 🙂

Erstaunlich ist nur, dass man sich des – angeblich bereits kurz nach Veröffentlichung bekannt gewordenen – Umgehens der Aktivierung mittels eines “ Windows 7 Rtm 7600 Loader“ nicht weiter angenommen hat und so illegalen Kopien Vorschub leistet…

Diese Meldung entnahm ich Ende Oktober von MS-freundlicher Seite:
„Es gibt in Deutschland bereits mehr Windows 7 User als MacOSX (5,57% zu 4,26%). Oder anders gesagt: Windows hat gerade mal eine Woche gebraucht um die 20 Jahre Mac einzuholen.“

Ein Schelm wohl ist wer denkt, zwischen „Verbreitung“ und „illegalen Kopien“ einen Zusammenhang zu entdecken 🙂

Warum es nun bewiesen ist, dass wir nicht von Microsoft ausspioniert werden!


Ihr kennt ja sicher all die Mythen, die rund um Bill Gates und „M$“ kursieren: seine Software spioniert die Nutzer aus, stöbert auf unseren Festplatten herum, durchsucht unsere Ordner und telefoniert mit dem Firmensitz.

Ich sage euch: das ist alles SCHWACHSINN!! Warum ich das weiß? Ganz einfach!

Wäre es so und hätte man Zugang zu unseren geheimsten Wünschen,
– wäre diese neue Windows-Version nicht so ein Drama,
– würde sich blendend verkaufen,
– hätte nicht so viele Fehler und
Sicherheitslücken,
– gäbe es keine ungerechtfertigte Verteuerung der Hardware infolge erhöhter Ressourcen und
– nicht diese Vielzahl an sonstigen Ärgernissen.

Klingt doch überzeugend . . .  oder etwa nicht?      🙂

PS: the fun goes on . . . .