Österreich, die Wirtschaft und eine Plaudertasche


Franz Schellhorn wurde es also im Profil ermöglicht, (s)einen Gastkommentar abzugeben. Als Thema suchte er sich den eben abgetretenen Bundeskanzler sowie den Zustand seines Heimatlandes aus. Bisher hatte ich mich noch nicht für diesen Herrn, der sich als „Wirtschaftsfachmann“ ausgiebt, interessiert, auch seine „Agenda Austria“ war mir – ich will ehrlich bleiben – noch unbekannt. Und zu unserem ehemaligen Bundeskanzler kann man stehen wie es beliebt, so wie zu anderen noch oder nicht mehr amtierenden Politikern auch…

Herr Schellhorn bezieht sich in seiner Replik hauptsächlich auf die „Lektüre von Lingens‘ Beitrag“ , der ihm offensichtlich zu „faymannfreundlich“ war. Nach etlichen Rundumschlägen (bekam er ein Zeilenhonorar?) jedoch wird der geduldige Leser seines Beitrags endlich mit Fakten belohnt – hurra!

Zitat: „… ab dem Jahr 2012 war die Luft draußen. Österreich fiel immer weiter zurück, im abgelaufenen Jahr sind mit Finnland und Griechenland nur zwei EU-Volkswirtschaften schwächer gewachsen als Österreich.“
Ui, schlecht abgeschrieben, von „Heute“ vielleicht? In der Aufzählung fehlt Italien, wie schön auf einer Grafik der WKO  ersichtlich. Aber egal, wir wollen ja nicht kleinlich sein, aber was definitiv manipulativ ist, ist die Tatsache des Ausblendens des Wertes von 2013, wo wir uns exakt im EU-Schnitt bewegten und, huch, auch das unglaublich ehrgeizige Deutschland nicht besser war. Und 2016 gehts scheinbar weiterhin ganz arg bergab, da werden uns nur Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland und Italien beneiden.

Zitat: „Nach 7,5 Jahren… steht Österreich mit… Rekordarbeitslosigkeit da…. Die Arbeitslosigkeit ist seither um die Hälfte gestiegen, in Deutschland ist sie fast im selben Ausmaß gesunken.“
Nun, keiner von uns hat Hrn. Schellhorns Konzern- und Firmenchefs verboten, mehr Arbeitnehmer einzustellen, oder? Und vor allem: Deutschland das gelobte Land, Österreich wird zur wirtschaftlichen Bananenrepublik? Also wieder her mit einer Statistik der WKO, einem Verein, der Hrn. Schellhorn sicher ausreichend hofiert. Was sehen wir dort: seit Bestehen der Zahlenreihe unterbieten wir den EU-Schnitt um ca. 50 % und erst seit 2013 schlägt sich der große Bruder besser, wenn auch nicht erheblich…

Zitat: „Dabei klafft im staatlichen Pensionssystem Jahr für Jahr ein Finanzierungsloch… Sieht so eine geniale Wirtschaftspolitik aus?“
Hui, alles einem einzigen Akteur einer kleinen Republik im vernetzten globalen Dorf umzuhängen, ja, das kann was! Also, ich muss jetzt hier nicht der Verteidiger eines Politikers sein, dessen Parteibuch ich (auch) nicht habe, aber lassen wir an dieser Stelle doch mal das von Hrn. Schellhorn favorisierte Deutschland in Form einer Studie zu Wort kommen:
„Resümee:
In den Schlussfolgerungen der Studie wird für Deutschland eine intensive Beschäftigung mit dem österreichischen Weg der Alterssicherung empfohlen. Die Erfahrungen zeigen, dass eine starke öffentliche Alterssicherung bessere Ergebnisse bringt.“

Zitat: „Fachkräfte bietet der Arbeitsmarkt nicht in ausreichendem Maße an;…“
Na endlich, das sitzt – oder doch nicht? Über Motiv und Argumentation einer solchen Behauptung klärt Wikipedia auf. Natürlich rauscht dieses immer wieder vorgetragene Phänomen auch durch den Blätterwald, so wie hier zum Beispiel Mitte Februar dieses Jahres:
„Wissen: Mangelberufe
Das AMS definiert jedes Jahr sogenannte Mangelberufe. Als solche gelten Berufe, für die pro gemeldeter offener Stelle höchstens 1,5 Arbeitssuchende vorgemerkt sind. 2009 gab es noch mehr als 60 Mangelberufe, die aktuelle Liste des Bundes-AMS umfasst nur mehr acht:…“

Tja, was bleibt nun hängen von den Argumenten des Herrn „Wirtschaftsfachmanns“? Bei mir nur heiße Luft sowie die Eingangs- und Ausgangszitate seiner Seitenverschwendung: „In diesem Land gibt es eine ganze Reihe nicht sonderlich sympathischer Sitten.“ Würde diese/seine Expertise hierzulande wirklich jemanden fehlen, der halbwegs bei Verstand ist?

Es ist halt nur ein Jammer, dass ich mit meiner Erkenntnis so spät dran bin, DIETAGESPRESSE wusste das schon vor drei Jahren 😀

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ISP-Wechsel in AT: eine Halloween-Story . . . .


Ach, was war das noch für ein Abenteuer, als ich vor sechs Jahren (wie in einem anderen Beitrag beschrieben) ADSL beantragte! Die Preise waren hoch, die Einrichtung des Zuganges langwierig . . . . wie schaut das 2007 aus?
Ich meine . . . da muß doch mittlerweile ein aktiver Käufermarkt existieren, wo die guten Angebote und zuverlässigen Dienste nur so blühen, oder?

Da diese Technik mittlerweile ja auch keinen mehr hinter dem Ofen hervorholt und die Abläufe jahrelang geübt sind, wird der ganze Zauber mit dem Wechsel des Internetserviceproviders (ISP) in wenigen Tagen erledigt sein.
Was gehört schon dazu, wenn ein bestehender Anschluss im Wählamt von Provider „A“ auf Provider „B“ umprogrammiert werden soll?

Da – laut Ankündigung – mit 30.09.07 mein Anschluss von eTel gekündigt werden soll, habe ich trotzdem vorsorglich bereits am 23.08. aufgrund des optimalen Preis-/Leistungsverhältnisses bei „den Guten“ eine Wechselbestellung getätigt; als Installationsdatum wählte ich „21.09.2007 von 13:00 bis 15:00“.
Ich habe dann auch brav und regelmäßig mit den freundlichen Herren vom Support gesprochen – jedoch nur, wenn ich sie kontaktiert habe (vielleicht dürfen die aus Kostengründen gar niemanden zurück- oder anrufen??).
Wir haben uns fleissig Formulare zu- und nachgesandt, mal ein Formular vergessen, etc.

Bis . . . am 10.09.: da wurde ich davon in Kenntnis gesetzt, dass meine Rufnummer nicht von der Telekom ist!
Wie jetzt: eTel wurde doch von denen übernommen, oder was? Aufgrund der Übernahme wurde doch auch in meinen mit eTel bestehenden Vertrag eingegriffen und mir deshalb die Kündigung ausgesprochen, weil ich den Änderungen nicht zustimmte. Zum einen also einseitige Vertragsänderungen aufgrund der Übernahme, zum anderen kein Zusammenhang mit dem übernehmenden Unternehmen? -o

Inode/UPC behielt aber recht: wie mir die Regulierungsbehörde bestätigte, handelt es sich trotz der Übernahme rechtlich um zwei verschiedene Unternehmen!
Und es kommt noch besser: aufgrund dieser Tatsache ist es in AT auch nicht möglich, den Providerwechsel von einem entbündelten Anschluss zu einem anderen entbündelten ohne Providerwechselgebühr zu realisieren, weil nur der Wechsel von der Telekom weg zu einem anderen Anbieter ohne Gebühr möglich ist, nicht aber zwischen den alternativen Anbietern selbst . . . . . 😦

Ich habe also (auch) diesen Umstand irgendwann mal verdaut und am 28.09. angefragt, wie denn nun der Status meiner Bestellung ist, weil ich doch bereits seit einer Woche – auf Basis der Installationsterminvorgabe von Inode/UPC – vollwertiger Kunde sein sollte.
So einfach die Frage, so simpel die Antwort: es ist schlichtweg nicht bekannt, zu welchem Datum die Bestellung erfolgreich abgeschlossen wird . . .

Der Oktober überraschte mich dann mit der Tatsache, dass mein „Altanschluss“ – trotz Aufkündigung des Vertrages – weiterhin funktionierte (wahrscheinlich deshalb, weil die monatlichen Gebühren im vorhinein zu entrichten sind und so eine Gutschrift vermieden wurde).
Trotzdem habe ich dann am 05.10. (nach numehr sechs Wochen!) wieder einmal zum Telefonhörer gegriffen und die Herrschaften von Inode/UPC kontaktiert. Und erfuhr wieder was Neues: in meinen Fall ist eine Neuherstellung des Anschlusses notwendig . . . . .

Auf meine Frage, wie die Neuherstellung eines (noch immer) aktiven Anschlusses zum Zwecke des Providerwechsels zu begründen ist, fand auch der nette Supportmitarbeiter keine Antwort.
Auch deshalb, weil die Neuherstellung mit geschätzten leckeren € 170,- abzugelten wäre, habe ich meine Bestellung am gleichen Tag storniert und woanders unterschrieben.

Dort, wo ich eigentlich nie hin wollte . . . aber eine laufende Aktion machte mich offensichtlich käuflich ;-)

So bin ich nun seit gestern (30.10.) – zwei Tage vor dem endgültigen „Aus“ meines i-net’s und keine 3,5 Wochen nach dieser Bestellung – erfolgreich vom Techniker besucht worden.
Als ich abends nach Hause kam, mußte ich lediglich Kennung und Paßwort am Router ändern . . . und alles war gut 🙂

Wenn auch erst nach insgesamt 2,5 Monaten = 10 Wochen = 70 Tagen . . . -o

Halloween

Kein schöner Land!


„Moooaaahh . . . drei Woch’n bist in da Steiermark? Wos mochst‘ denn do so laung?“

Jessas, was für ein unwissender Schlumpf *g*

Die Frage ist wohl eher: wird sich alles ausgehen, was meine eifrig planende und organisierende Frau im Auge hat? Halten wir mal eine kurze Rückschau über die vergangene Woche:

  • Spaziergang durch Murau,
  • Baden im Freibad Oberwölz,
  • den Kreuzweg St. Leonhardkirche und den Leonharditeich,
  • die Sommerrodelbahn in St. Lambrecht mit vorheriger Wanderung zum Grebenzenschutzhaus, auf’i auf’n Gipfel (1900 m) und zur Dreiwiesenhütte (findet ihr alles hier),
  • die Graggerschlucht mit dem Kaskadenwasserfall, die Grasluppteiche mit anschließendem Rieseneisbecher beim Fischerwirt,
  • Murcapulco (die Bilder sind von 2006 – die Veranstaltung 2007 findet heute statt),
  • das morgige Klassik/Jazz/Crossover-Konzert („leider“ kidzlos um 20:00 Uhr . . . *g*)
  • …..

Und die Ausgangsbasis unserer Ausflüge muß ich besonders hervorheben: den Alpengasthof Moser!
Perfekte Küche, freundliche, familiäre Atmosphäre und auch sonst alles, um endlich Loslassen zu können.

Es stellt sich für uns nur die Frage: geht sich das, was wir noch alles vor haben, in den nächsten beiden Wochen überhaupt aus? 🙂

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