WLAN USB-Stick unter Linux Mint 5 „Elyssa“ Xfce


Wie vor kurzem hierorts beschrieben, hat sich unsere heimische EDV ein wenig vermehrt 🙂

Wie bei Zuwächsen (oder auch Abgängen) üblich, stellt sich auch hier die Frage nach der optimalen Lastverteilung. Schließlich sollte jedes Gerät – leistungs- und nutzergerecht – seinen Platz finden.

Da auf der stärksten Maschine meine Tochta drauf sitzt, kommt diese für mich nicht in Frage. Keine Chance. Jede Diskussion vergebens. So ganz wirklich liegt mir das HP 510 eh‘ nicht: ich finde die IBM-Brettln haptisch einfach ansprechender und knackiger im Anschlag.

Also wird die schwächste Maschine zur Reise- und Spielmaschine umerzogen werden. Da diese aber kein WLAN-Modul integriert hat, muss es um dieses ergänzt werden.

Ich hatte dazu zwei Vorgaben: günstiger Preis (max. € 20,-) und ohne Konsolenspielereien, Fremdtreiber-Einbindung etc. out-of-the-box unter Linux installierbar.

Ich wählte daher folgendes Vorgehen:
Dieses Wiki beinhaltet eine Unzahl an bereits unter Ubuntu gecheckten Karten und USB-Sticks. Um die aktuellen Preise zu erfahren bemühte ich amazon.at und geizhals.at . . . und stieß dort auf diesen Eintrag.

Ein WLAN USB-Stick von TP-Link, Modell „TL-WN321G“ um € 12,- . . . . sehr fein, was will man mehr?
Eigentlich sogar besser als eine WLAN-Karte, da diese ja nicht in neue Notebooks oder PC’s passt.

Und das Teil enttäuschte nicht: bereits auf der Verpackung wird auf die Kompatibilität mit den üblichen Win-Betriebssystemen UND Linux hingewiesen (ja, Mac fehlte :)!

Eher enttäuschte der installierende Anwender:
windowserzogen wartete er auf irgendeinen Event, der nach dem Einstecken passieren sollte *g*
Schlussendlich war es einfacher als unter Windows: NetworkManager -> Wireless -> Eintrag des Routernamens und des Codes -> fertich 😮

Damit ich die Verbindung im Auge behalten kann, fügte ich mit einem Rechtsklick auf das untere Panel ein nettes WLAN-Applet hinzu. Beim Eintrag der Schnittstelle irrte ich mich, daraufhin wurden mir andere vorgeschlagen. Ich wählte „WLAN“ . . . und das war richtig.

Im Gegensatz zur Installation unter Windows brauchte ich hier keinen Neustart des Systems zu machen, um einen stabilen Betrieb ohne Abbrüche zu gewährleisten  ;-)

Advertisements

Und fröhlich grüßt der Tux


Was hat sich also getan in den letzten drei Monaten bezüglich meiner Forschungsreise in’s Linuxland? Ich würde meinen: so einiges, seit damals 🙂

Kurz danach beglückte ich mein IBM ThinkPad R50e mit Ubuntu 7.04 (Feisty Fawn). Zuvor schaffte ich Platz auf der Platte (mittels Partition Magic), um meinen Gast gebührend empfangen zu können.

Die Nacharbeiten hätten wohl geringer nicht ausfallen können:
– alten Kernel („linux-image-…“) nach Update via Paketverwaltung entfernt,
– „ubuntu-restricted-extras“ (div. „unfreie“ Codecs & Anwendungen) installiert sowie
– die Schrift geändert auf Verdana und ohne Kantenglättung (mußte nicht sein – habe ich mir halt eingebildet).
How-To’s finden sich z.B. hier.

Von mir zusätzlich installierte Software: Rar, ein paar Plug-ins für Firefox (autoHideStatusbar, CheckYesss, Forecastfox), aMule, LimeWire, Skype, amaroK, MP3gain und easyTAG. Das alles geschah friktionsfrei, flott und läuft seither bestens!

Vor kurzem jedoch saß ich am HP 510 (Chatgerät meiner Tochter) und war verwundert, dass die Harddisk nur 30 GB groß sein sollte . . . hatten die nicht 60 GB versprochen?
Uuups . . . habe vergessen, dass ich seinerzeit die Platte für eine (spätere) Dualboot-Konstellation „geteilt“ und lediglich eine Hälfte formatiert habe.
Na dann – an’s Werk!

Ich wählte als Distribution Mandriva 2007.1 Spring, weil mich damals die Live-CD gleich freundlich zur Justierung der richtigen Auflösung des Notebook-Bildschirms einlud. Also Live-CD rein und das „Install“-Icon nach dem Hochfahren von der CD angeklickt.
BTW: es hätte keine drei Anläufe gebraucht um zu begreifen, dass die Bootreihenfolge besser nach der Installation anzupassen ist: wenn man an dieser Stelle „Abbruch“ drückt, wird die gesamte (!!) Installation abgebrochen *kopfkratz*
Da hat sich sowieso der Fehlerteufel eingeschlichen, weil auch bei der nachträglichen Konfiguration versteckt sich das darauf folgende Fenster hinter dem vorigen . . . kein Problem, WENN MAN ES WEISS 😮

Der Anschluss an’s heimische WLAN war schnell gefunden, jedoch verweigert Firefox seinen Dienst bei Java-Seiten.
Das Problem wird hier als lösbar dargestellt . . ich schaffte es trotz diverser Pfad- und sonstiger Anpassungen nicht. Außerdem mißfällt mir das Schriftbild, dass ich (noch?) nicht geeignet einstellen konnte: je nach Fenster und Anwendung mal pixelig, mal unscharf . . .

Was mich aber am meisten positiv überrascht hat: nach Einstecken der HSDPA-Karte (Huawei) wird diese nicht nur augenblicklich als Modem erkannt, sondern nach Aufruf zur Einrichtung eines (weiteren) Internet-Zugangs öffnet sich ein Dialogfenster, das nach wenigen Antworten und Eingabe des APN (bei T-Mobile „gprsinternet“) den sofortigen Zugang ermöglicht . . . BRAVO! Mit dem habe ich echt nicht gerechnet 🙂

Ich mußte das natürlich auch gleich bei Ubuntu ausprobieren; für diese Zwecke gibt es (z.B.) „gnome-ppp„. Leider findet es das Gerät „/dev/ttyUSB0“ nicht; liegt wohl an einem Fehler, der hier beschrieben wird: „das Modul für USB Mass Storage (rmmod usb-storage ) entfernen. Wenn die Verbindung steht, kann es wieder geladen werden.“

Auf meinen Rechnern wird es langsam eng für’s XP’tscherl . . . mit der Release 7.10 „Gutsy Gibbon“ im Oktober 2007 wird der schreibende Zugriff auf NTFS (out-of-the-box) realisiert; damit fällt eine weitere Hürde.
Und auch wer sich seinen Desktop ohne schicke 3D-Effekte nicht mehr vorstellen kann, muß mit Linux nicht traurig sein!

Update (the day after . . . ):
Mithilfe dieser Site gelang dann der Durchbruch, um auch Ubuntu 7.04 von den Vorzügen einer HSDPA-Karte zu überzeugen:

  • gnome-ppp installieren,
  • möglicherweise notwendig, wenn eine USB-Platte betrieben wird: rmmod usb-storage vor und insmod usb-storage nach dem Aufruf von Gnome PPP (Karte wird manchmal erst dann als Gerät /dev/ttyUSB0 gelistet).
  • restliche Einstellungen laut o. a. Site, wobei ich erst ab „Einrichtung von Gnome-PPP in Feisty Fawn“ begonnen habe . . .!

Sooo schaut’s aus 🙂

Tux Flying