Samsung N210 – die Befreiung!


Es hat sich also zugetragen, dass mir meine Lieblingsschwiegermutter zum Geburtstag ihr Netbook schenkte. Das ist sehr großzügig, auch deshalb, weil es infolge des eingebauten UMTS-Modems via A1 über eine mobile Anbindung an das Internet verfügt.

Dieses Teil schließt die schmerzhafte Lücke zwischen Smartphone und Notebook. Wie konnte ich nur bisher ohne es leben? 😉
Weiters – und eigentlich viel wichtiger – ist es bei Kundenbesuchen viel angenehmer mitzunehmen, hat es doch nur etwas über einen Kilo.

Wie nicht anders zu erwarten, wurde Windows 7 Starter auf dem Gerät vorinstalliert. Es verfügte über die übliche „C“:-Partition, die das Betriebssystem beheimatete und über „D:“, auf dem (auch) das Recovery war. Da mich die Performance nicht von den Socken riss und die Installation von Windows XP für mich keine Option darstellte, entschied ich mich für Linux Mint 9 „Isadora“ Xfce. Dieses Ubuntu-Derivat beruht auf die Version 10.04 „Lucid Lynx„, die 36 Monate mit Aktualisierungen versorgt wird.

Da – wie bei Netbooks üblich – kein CD/DVD-Laufwerk verbaut wurde, wählte ich als Installationsmedium einen 1-GB-USB-Stick (natürlich darf dieser auch größer sein ;). Das Programm, das mir den Stick für die Installation vorbereitet nennt sich UNetbootin, dessen Gebrauch wird hier ausführlich beschrieben.

Um grobe Unzulänglichkeiten vor der Installation festzustellen, empfiehlt sich der einmalige Live-Betrieb, sprich: Linux wird nicht nach dem Booten vom USB-Stick sofort installiert, sondern erstmals in Betrieb genommen, ohne auf das Zielsystem aufgespielt worden zu sein.

Nachdem bis hierher alles glatt lief, entschloss ich mich, Windows komplett vom Computer zu löschen. The only way is up, baby!

Nach der Installation legte ich noch ein bisschen Hand an: Ich befolgte dieses 10-Punkte-Programm, kümmerte mich um die Schriften und frischte mein (oberflächliches) Wissen zu Xfce auf. Was jetzt noch fehlte, waren die „Samsung Tools“ für die Funktionstasten; hier halfen mir diese beiden Anleitungen.

Aber – ich gestehe – das eingebaute Micro war nicht zur Zusammenarbeit mit Skype zu bewegen! Ich durchforstete Foren und das halbe Internet, bis ich einfach unter „Lautstärkeregelung“ -> „Soundkarte“ von „HDA Intel“ auf „Realtek ALC269“ wechselte: Das war die (einfache) Lösung! Keine Ahnung, warum ich mit diesem Problem weltweit der Einzige war :-o

Aber jetzt gefällt mir mein performantes Netbook perfekt und ich kann nicht mehr versprechen, es lediglich für den beruflichen Einsatz zu verwenden…

Update 24.07.2011:
Rainy day, 2day… Die richtige Zeit für ein Kernelupdate. Wie das unter Linux Mint funktioniert und seine Risiken könnt‘ ihr hier nachlesen. Bei mir brachte es die Funktionalität der Bildschirmhelligkeitstasten hervor – ging mir bisher aber nicht ab.

Warum nicht Xfce?


Nach der erfolgreichen Installation der Alpha 3 von Xubuntu 10.4 (lucid) habe ich meine Zuneigung zur schnellen, sehr gut konfigurierbaren Desktop-Umgebung Xfce (wieder)entdeckt!

Bei dieser Gelegenheit sollte man auch gleich das Paket „xfce4-goodies“ aus dem Repository mitnehmen, das ein paar Feinheiten enthält (Teile davon sind auf dem unteren Panel sichtbar: Anzeige der Sensoren für den Lüfter und die Temperatur, Network-Monitor, etc.).

Natürlich lassen sich die beiden (oder auch mehr oder weniger) Panels individuell einrichten. Ich will das obere Panels mit Schnellstartern für ausgewählte Anwendungen und dem (ohnehin standardmäßig enthaltenen) Benachrichtigungsfeld. Hingegen soll das untere Panel weitere Informationen zur Verfügung stellen: Wetter, Maileingang, etc.

Da die Starter (im Gegensatz zur Erstellung auf dem Desktop) nicht per drag & drop oder anderer bequemer Varianten zum Panel hinzuzufügen sind, wählte ich folgenden workaround für jene Programme, wo ich mir bezüglich des Startbefehles unsicher war:
re. Maustaste auf den Desktop ->  Starter erstellen -> Name eingeben. Flugs werden Vorschläge erstellt und nach der entsprechenden Auswahl die restlichen Felder „Befehl“ und „Symbol“ automatisch befüllt.

Nun nur noch Ähnliches bei der gewünschten Leiste:
re. Maustaste -> Neue Elemente hinzufügen -> Doppelklick auf „Starter“ -> Felder ausfüllen -> finito 🙂

Und weil hier alles so schlank, schnell und ressourcenschonend läuft, habe ich Firefox von seinen Pflichten entbunden und Opera und Chromium evaluiert. Beide sind zumindest gleich flott wie FF, jedoch sparsamer im Verbrauch von Speicher 😮

Ich habe mich dann für Opera entschieden: Chromium bietet mir nicht ausreichend Kontrolle über die Surfspuren, außerdem scheiterte ich bei der Einrichtung der Übernahme von Radio-Streams an den Media-Player (Totem). BTW: „Opera Turbo aktivieren“ bringt wirkli nix bei Breitbandinternetz…

Und so sieht das Ganze jetzt aus:

Auf den Geschmack gekommen? Wer seinen Schreibtisch damit „pimpen“ will, dem seien diese beiden Links ans Herz gelegt: http://goodies.xfce.org/ und http://www.xfce-look.org/

Die Erde ist rund und hat weder Anfang noch Ende…


Nachdem zu Hause der Hauptrechner (wieder) ein Heizlüfter (= PC) ist (nein, nicht wegen mir, sondern wegen der Spielgelüste meines Sohnes…), kam dort K/Ubuntu 8.10. („Intrepid Ibex“; KDE 4 & GNOME 2.24) drauf.

Das Aufspielen des OS war völlig problemlos. Und das, obwohl ich beim Kauf des Systems (vorsätzlich) nicht auf die Kompatibilität der verbauten Komponenten achtete.
Der für Desktopeffekte notwendige Treiber für die Nvidia-Grafikkarte wurde mir zur Installation vorgeschlagen. Nach Annahme des Vorschlages erfolgte der Download und die Einbindung – fertig!
KDE überraschte mich als ausgesprochenes Eyecandy. Nachdem ich „autohide“ für das Panel nicht fand und ein bisschen das Inet befragte, wurde ich über so manche Unfertigkeit der Version 4 informiert. Aber das stört mich (bis jetzt) nicht, weil alles Wesentliche funktioniert und stabiles Verhalten zeigt.

In puncto Performance kann ich zwischen den beiden Desktops keinen Unterschied wahrnehmen.

Wenige Tage später wurde Version 9.04 released („Jaunty Jackalope“;  KDE 4.2 & GNOME 2.26).  Diese Version applizierte ich auf mein IBM ThinkPad T41…. mit durchaus interessantem Ergebnis: KDE ist auf dieser Maschine praktisch (noch) nicht betreibbar.

Das Einloggen ins heimische WLAN gelingt so gut wie nie, während des Vorganges schiebt sich dauernd KWallet ungefragt dazwischen, dann crasht KDE mit einer Fehlermeldung, alles ist zäh und langsam… na ja, wenigstens ist „autohide“ wieder möglich 😦

Unter Gnome geht’s deutlich besser und angenehmer (wahrscheinlich wird sich das mit Gnome 3.0 (2010?) auch aufhören…)! 😮

Meine Sympathie ging sogar so weit, mir ein neues Theme zu installieren: das betreffende *.tar.gz downloaden und auf die geöffnete Themenauswahl droppen lassen – finito!

Aber mein Herz gehört -> Xubuntu mit Xfce 4.6! Ich bin begeistert von der Agilität, die mein T41 damit zeigt. Und für die einzige Einschränkung, die ich bisher entdeckte, habe ich auch schon einen workaround gefunden: mit dem dazu gehörenden Dateibrowser Thunar lässt sich nicht bequem im heimischen WLAN auf andere Rechner zugreifen.

Da starte ich einfach Nautilus, das Pendant von Gnome, und schon ist alles da, was der (faule) User braucht!

Update:
Wie ich hier erfuhr, war der Verursacher meiner wenig erfreulichen Performance-Erfahrungen mit einer „alten“ ATI-Graka die Aufnahme der aktuellen Version 1.6 des Grafikservers von X.org…
Und, ja: hier hätte ich natürli auch nachschauen können!
Meine derzeitige Spielwiese ist somit Kubuntu 9.04 auf dem Heizlüfter (nach völlig problemlosen Online-Upgrade von 8.10: afoch schoaf!) und Linux Mint 5 (basiert auf 8.04) auf dem T41. „Elyssa“ (eine LTS mit Support bis 04/2011) statt „Felicia“ deshalb, weil ich mit letzterer weder mit ppp, umtsmon, wvdial, etc. meine mobile Datenkarte zum Laufen brachte (warum auch imma). Und Mint überhaupt deshalb, weil’s a bissi hübscher ist als Xubuntu 😉

smiley

Zurück zum Start :)


So hat mich mein OS-Gefummle also nach mehreren wirklich feinen Ubuntu-Versionen (wie hier beschrieben) zu Linux Mint 5 geführt. Dieses habe ich noch immer installiert, weil die Version 6 bei mir Probleme mit dem Fenstermanager, dem Schriftbild und dem Startup Manager machte.

Aber…….. da gibt’s noch so viele andere Distris 🙂

Mich interessierte auch CrunchBang Linux: leichtgewichtige Oberfläche, interessante Konfigurationsmöglichkeiten, aber wohl infolge der „schweren“ Ubuntu-Basis nicht wirklich performanter und (für mich) zu schwierig zur Einbindung ins Heimnetzwerk.

Danach kostete ich Dreamlinux: scharfe Oberfläche (Mac-Style), unglaublich viele Variationen des Stylens möglich (Emerald, Compiz, Xfce), ABER:
– dass sich gdebi versteckt und erst mit „sudo gdebi“ ordnungsgemäß werkelt,
– dass die Oberfläche sometimes zickig ist (Doppel-Icons, doppeltes Dock),
– dass Videos meiner Lumix nur fehlerhaft wiedergegeben werden,
– dass nach Anschluss des Netzwerkkabels (!) manuelle Konfigurationen notwendig sind und
– die Firewall auszuschalten ist, um ins Heimnetzwerk zu kommen, ist heute wohl nicht mehr erforderlich 😦

Wobei ich sagen muss, dass die Performance – besonders unter Hinzurechnung des schönen Äußeren – wirklich sehr gut ist und und vielen Punkten dem (einfachen) Anwender sehr entgegen kommt, z.B. mit Easy-install und W32codecs und DVD-Support (libdvdcss).

Und so bin ich derzeit auf Xubuntu-Tripp: alles drann, alles drinn 🙂

So habe ich einen flotten Desktop und durch Nachinstallation von GNOME kann ich beim Anmelden auswählen, welche Oberfläche es denn jetzt werden soll 🙂