Wisch… und weg!


Für diesen Beitrag gab es nur scheinbar zwei recht unterschiedliche Motivatoren: zum einen die Frage eines Freundes nach den verwendeten Apps auf meinem Phone und zum anderen der bereits fast inflationär verwendete Begriff der Disruption.

Warum „nur scheinbar“? Nun, meiner bescheidenen Meinung nach halten wir Konsumenten mit diesem handlichen Gerät den größten „Disruptor“ täglich dutzendmal in der Hand (soweit er überhaupt noch losgelassen wird!). Weshalb beide anliegenden Fragen eigentlich in nur einer einzigen münden…

Ich habe das in einem kleinen Feldversuch studiert – was passiert mit einem Netzabhängigen, wenn er seinen Reiselaptop nicht in den zweiwöchigen Urlaub mitnimmt sondern lediglich das Smartphone, ergänzt um eine BT-Tastatur und BT-Lautsprecher? Wird er überleben? Werden alle digitalen Bedürfnisse gestillt werden können? Von welchen Erfahrungen – seine Wiederkehr vorausgesetzt – wird er berichten können?

Widmen wir uns zunächst den Diensten, ungefähr gereiht nach der gefühlten Priorität, die in diesem Zeitraum Verwendung fanden:

  • Newsreader
  • Fotografie
  • E-Mail
  • Wettervorhersage
  • Buchhaltung, Bank
  • Social Media
  • Musik
  • Navigation, Plan
  • Telefonie
  • Kalender

Überraschend für mich war z.B., dass die Tastatur lediglich ein einziges Mal zum Einsatz kam. Offensichtlich schreibe ich fern der Heimat weniger oft (und lange). Ansonsten fehlte der kleine Laptop in keiner Weise, ja, im Gegenteil, die spontane Idee eine Grillerei des Quartiergebers zu beschallen gelang mit dem Mobile risikofreier als mit größerer Hardware.

Eine für mich wirklich erstaunliche Erkenntnis, was diese kleinen Dinger um wenig Geld doch alles leisten können!

 

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Offener Brief an den Herausgeber der „Initiative Information“


Sehr geehrter Herr Loindl,

ich war lange Zeit Abonnent des Newsletters Ihrer Seite und meinte, darin auch interessante Anregungen gefunden zu haben. Nicht immer war ich einer Meinung mit Ihren Darlegungen, einige Meldungen erschienen dubios, aber heute musste ich einen Schlussstrich zu dieser Beziehung ziehen, da die letzte Aussendung vom 20.07.2018 haarsträubendes, hetzerisches und unappetitliches in einer Dichte enthält, die ich mir nicht mehr zumuten will:

Zitat von James Madison
Es gelang nicht, eine einzige Quelle für Ihre Behauptung ausfindig zu machen. Im Gegenteil, wenn man sich nur gering für das Wirken des 4. US-Präsidenten interessiert hätte wäre klar geworden, wie bizarr diese Aussage vor dem Hintergrund seiner Person ist.

„Wettervorhersage auf Schwedisch“
Ein Fake-Foto, das von Paul Joseph Watson (und anderen Rechtsaußenseiten) bereits im Juli 2017 gepostet wurde. „PJW“ ist bei infowars.com tätig und bezeichnet sich derzeit als Mitglied der „Neuen Rechten“.

„Die Regierung hat die Kontrolle verloren“
Diese Meinung vertritt „Henrik Ekengren Oscarsson von der Universität Göteborg“ lediglich in der welt.de, und das bereits im Jahr 2016. Übrigens ein Medium mit selten ungemütlichem Leserforum. Ein weiteres deutschsprachiges On- oder Offlinemedium, das diese vermeintlich erschreckenden Nachrichten übernahm, war nicht auffindbar.
Vielmehr stellt sich die Frage: warum gibt es gerade in Schweden diese Probleme, wo die Aufnahmezahlen an Asylwerbern – gemessen an den Einwohnern – lediglich auf Platz 7 der EU liegen (Quelle)?
Aber wenn man weiterbohrt, kommt das wahre Problem zutage – Schweden hat tatsächlich ein Gewaltproblem, allerdings ausgehend von rechtsradikalen Gesellen und nicht von Asylsuchenden (Quelle)!

Es liegt daher eine vorsätzlich gesteuerte Fehlinformation vor, man unterstellt den Opfern die Täterschaft. Selten widerlich, oder etwa nicht?

„Die Polizei ist nicht mehr fähig,…“
Auch diese mittlerweile ebenso alte Kamelle hat es lediglich in die einseitig rechts orientierten Medien geschafft. Der z.B. hier nachlesbare Bericht eines glaubwürdigeren Mediums inklusive Quellenangaben.

Und so weiter, und so fort, hier mache ich ein Ende, mit ausgewogenerer Berichterstattung und neutraleren Betrachtungen ist nicht mehr zu rechnen. Umso bemerkenswerter ist Ihre eigene Empfehlung auf Ihrer Seite, Zitat: „Überdenken und hinterfragen Sie mit „gesundem Hausverstand“ alle Infos (auch die von uns kommen).“

Das habe ich jetzt befolgt, weshalb ich um keine weiteren Zusendungen mehr ersuche – danke für das bisher Gebotene, es reicht!

 

„Syrische Weißhelme von Israelis gerettet!“


Was für eine wunderbare Leistung, ein humanitärer Einsatz Israels, um bedrängte Helfer einer Zivilschutzorganisation zu retten! Warum gibt es nicht öfter solche tollen Meldungen und bemerkenswert positive Neuigkeiten?

Ganz ehrlich – es klang mir zu gut, um wahr zu sein: Wenn „dort unten“ zwischen den jahrelangen Gräueln plötzlich astreine „good news“ gestreut werden, so klingelt im Hintergrund ganz heftig ein Glöckchen im Köpfchen.

Wer sind eigentlich die Syrischen Weißhelme?
Wie häufig findet sich in der Wikipedia ein erster Abriss deren Wirkens. Unter anderem lernen wir, dass der Verein seinen Sitz in GB hat, daher keine – wie anfänglich vermutet – lediglich örtliche Einheit ist. Die Geldgeber sind allesamt die Westmächte, die Truppe selbst zählt sich der Opposition zugehörig (= gegen Assad). Unwidersprochen hat diese Einheit zigtausend Menschen das Leben gerettet. Ach ja, auch wird der tägliche Schrecken und die Massaker des Assad-Regimes dokumentiert…

Was soll daran nun auffällig sein?
Man sollte folgende Fakten berücksichtigen: Israel ist ebenso wie die USA, GB und weitere gegen Assad. Russland, Unterstützer Assads (und daher gegen die Opposition) ist das Wirken der Weißhelme natürlich ein Dorn im Auge (Klick). Und wir lesen unter anderem auch, dass die Weißhelme finanzielle Nöte haben.

Unsere tägliche Propaganda gib uns heute…
Die Gewinner der nichthinterfragten Pressemeldung sind Israel (und damit auch die USA) aufgrund des Einsatzes und unter anderem Deutschland (Seehofer!), Frankreich und weitere, die die Geretteten aufnehmen. Auch darf durch diese Aktion erwartet werden, dass die Finanzsorgen der Organisation durch erhöhtes Spendenaufkommen gemildert werden. Die Bösen sind noch leichter auszumachen – das ist der Rest der Welt.

Was offen bleibt: wenn die Aufgabe der Organisation der Zivilschutz ist, warum konnte dies nicht von einer bereits etablierten Einheit übernommen werden? Was war wirklich die Hauptaufgabe – die Beobachtung/Berichterstattung oder die Rettung? Wenn den finanzierenden Ländern der Zivilschutz in Syrien ehrlich am Herzen liegt, warum verwendet man dann nicht mehr Ressourcen zur Konfliktbeilegung? …

Also ich für meinen Teil mag ja weder in Russia unter Putin noch in Syrien unter Assad leben. Aber wenn „die freie Welt“ wirklich an Humanität und Friedensbildung Interesse hat, dann erzeugt sie mit solchem Wirken nicht wirklich nachhaltige Glaubwürdigkeit sondern muss sich ebenso den Vorwurf der Desinformation gefallen lassen!

 

Sylvia’s Mother (says…) – Dr. Hook


Der zwei Tage vorher stattgefundene Versuch, mein Handy zu flashen hätte natürlich auch zum Totalverlust führen können, sicher! Aber mir reichte es auch so, trotz detailierter Beschreibungen meine Unfähigkeit dazu feststellen zu müssen…

Mein suchender Blick fiel dann auf mein ThinkPad W500, das ich noch mit LM 17.3 „Rosa“ betrieb. Die Unterstützung wird zwar bis April 2019 gewährleistet, aber was soll mein Notebook von mir denken, wenn sein Kollege mit dem Apfel die letzte Version des aktuellen macOS bereits ab dem Betastadium erhielt?

Um möglichst keine Fehler beim Upgrade zu begehen und auch, um mich auf den letzten Stand zu setzen, folgte ich dieser wirklich nützlichen Anweisung, um Linux Mint 18.3 Cinnamon 64-bit „Sylvia“ auf das Teil zu schrauben. Das sollte es mir auch ermöglichen, ein wenig bequemer das Google Drive zu integrieren (danke für den Tipp, lieber Neremis!).

Alles lief sehr fein nach Rezept ab, nach Fertigstellung fehlte es mir allerdings an der Dropbox und dem Zugriff auf Bluetooth-Verbindungen. Bei der Dropbox war die Installation und die Files vorhanden, scheinbar fehlte nur die Verknüpfung mit meinem Computer, die ich neuerlich durchführen musste. Betreffend Bluetooth ging ich diese Infos durch und stellte fest, dass  „blueman“, der Bluetooth-Manager, fehlte. Nach der Installation via Synaptic war auch dieses Problem behoben.

Die Nachschau bestätigte weiters, dass schon ein paar alte Kernel unnütz Platz auf der SSD belegten. Also weg damit, Konsole auf und „sudo apt-get autoremove“ reingetippt und „Enter“ gedrückt. Eine Bereinigung des Zwischenspeichers war nicht notwendig, da ich in der Paktetverwaltung „Alle Paketdateien im Zwischenspeicher löschen“ gewählt habe.

Zwischenzeitlich fiel mir auf, dass sowohl Dropbox als auch Bluetooth nicht automatisch starteten. Ich erhöhte die Verzögerung von beiden Anwendungen von „0“ auf „20“ im Menüpunkt „Startprogramme“ und somit war auch das gegessen 😉

Und ab jetzt haben wir beide viel Spaß miteinander!

 

coming home 2 moto


Es begab sich Anfang 2014, als ich zum im Vorjahr vorgestellten Motorola Moto G (XT1032, 1st Gen.) griff, um ein Samsung Galaxy Ace Plus (S7500) zu ersetzen (dem interessierten Leser sei verraten, dass ich der € 200-Klasse bis heute verhaftet bin).

In den ersten Monaten des jungen Jahres 2016 war mir das Teil dann zu unschick, zu klein und überhaupt. Es folgte für ungefähr einem Jahr ein Acer Z630, das von einem Wiko Fever – aus zweiter Hand – abgelöst wurde.

Aber dann fiel mir ein – fast zeitgleich mit meinem erworbenes – Moto G 2013 zu. Was tun damit? Geplant war der Einsatz als Motorradnavi (geht übrigens wunderbar und energiesparend bei einfach gestalteten Touren mit HERE We Go-Offlinekarten sowie ohne umfangreiche Installation am Moped via Ohrhörer).

Nun, bei Inbetriebnahme bemerkte ich erst, was mir seit „damals“ fehlte – oder, besser gesagt – zuviel war: keine darübergestülpte Herstelleroberfläche, die die Bedienung verändert, keine unnütze Bloatware, die weder deinstallierbar noch deaktivierbar ist, sondern nahezu Vanilla-Android mit zwei oder drei Zugaben – schöööön!

Auch die Arbeitsgeschwindigkeit passt! Scheinbar werden durch die alternativen GUI’s und die bedeutungslosen Softwarebeigaben verschwenderisch Ressourcen verbraucht, weshalb sich das Teil besser bedienen lässt, als man nach Studium der Specs vermuten würde.

Und so ist es jetzt wieder an meiner Seite, mit einem neuen und originalen Akku um € 10,- bestückt und damit sehr lange einsatzbereit. Weil – was hat sich technisch seit 2013 jetzt ehrlich als echte Innovation einen Namen gemacht: NFC? Fingerprintsensor? Gesichtserkennung? 3D-Glass?

Geh bitte… 😀

Motorola-Moto-G-905

 

Linux Mint und das Google Drive


Nachdem eine Freundin ihr ThinkPad W500 ausmusterte habe ich mich (schon wieder) entschlossen, diesem historischen Teil Gnadenbrot zu gewähren. Unvorsichtigerweise habe ich das installierte Windows inklusive Key ausradiert, was ich sogleich als Anlass nahm, meine Aufmerksamkeit Linux Mint 17.3 Cinnamon 64-bit zuzuwenden. Also ehrlicherweise wurde diese Entscheidung auch von freshvanilla befeuert, der sich über meine Absenz beim Gebrauch einer Linux-Distribution verwundert zeigte… 😀

Wenig später erfolgte der Tausch des HDD auf ein (gebrauchtes) Samsung SSD, das mir ein zuverlässiger Partner anbot. Da ich ein Fan vom Gebrauch von Cloudlösungen bin, mussten diese natürlich auch mit rauf. Da war aber schnell Ernüchterung angesagt, da lediglich Dropbox ein fertiges Paket für Linux anbietet. Bei OneDrive (Microsoft) und Google Drive kümmert sich leider keiner darum.

Nun, die Herrschaften von MS enttäuschen mich nicht wirklich, da ich deren Dienste kaum benutze. Beim Google Drive schaut das aber ganz anders aus, da musste eine funktionierende Lösung her die ich realisieren konnte, ohne mir die Finger an der Tastatur zu brechen!

Und die fand ich dann auch tatsächlich auf der Seite der PC Welt. Das Einrichten funktionierte nach wenigen Minuten einwandfrei und der Sync in Zukunft hoffentlich auch noch ganze viele Neustarts lange!

 

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macOS: neues Setup sinnvoll nach nur 16 Monaten Nutzung?


Obwohl unsere Partnerschaft erst voriges Jahr begann stellte sich mir die Frage, ob ein „clean install“ – außer Zusatzarbeit – eine Verbesserung des Systems hinsichtlich Performance und belegten Speicherplatz herbeiführen würde. Da ich dazu keine vernünftigen Informationen vorfand, musste wohl der Selbstversuch her…

Den Ausschlag gab nicht die mangelnde Leistung des Teils, sondern dass nun bereits auf die vierte Version des Betriebssystem upgegradet wurde: von OS X Yosemite -> El Capitan -> macOS Sierra -> alle Betas von High Sierra -> High Sierra. Man meint zwar, dass Unix-Betriebssysteme nicht von den bekannten Problemen aus der Welt vom Microsoft geplagt werden, aber andererseits schade ein wenig Fingerübung ja auch nicht!

Nun, ich habe mir also eine Liste der installierten Programme angelegt und mich versichert, die notwendigen Passwörter bereit zu halten. Eine Datensicherung erachtete ich nicht als notwendig, da diese entweder mit einer Cloudlösung synchronisiert werden bzw. auf externen Festplatten lagern.

Ich bin daher nach der o. a. Anleitung vorgegangen und habe mich klarerweise auch für das Löschen des Startvolumes entschlossen. Danach wird über die macOS-Wiederherstellung das Betriebssystem über das Internet geladen. Zu meiner Freude „merkte“ sich das Gerät trotz Bereinigung des HDD den WLAN-Zugang und lud die benötigten Dateien flott herunter.

Der Einrichtungsassistent führte abschließend völlig schmerzfrei zum Ziel, der Computer war bereit für die Installation der Anwendungen. Ich habe mir diese besorgt, die Verbindung zu den Clouddiensten hergestellt… und dann nach dem kompletten Download meiner Daten gestaunt: es wurden durch diese Aktion fast 4 GB gewonnen! Weiters vermeine ich, dass er auch einen Tick schneller wurde, was ich jedoch nicht durch Messungen untermauern kann.

Wer vor einer ähnlichen Entscheidung steht, sei somit ermutigt!

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