Befreit euch und eure Rechner!


Vor etwas mehr als vier Jahren – im Mai 2004 – „tat“ ich mir das erste Mal die Installation einer Linux-Distribution „an“. Es war damals Mandrake 9.2 (mittlerweile heißt das Unternehmen „Mandriva“).

Die damaligen Herausforderungen waren z.B.:
– bei der Audio-CD-Wiedergabe mit KsCD im Brennerlaufwerk war alles o.k., wenn ich mit Totem im DVD-Laufwerk abspielte, mußte ArTS abgeschaltet werden,
K3b war nur als „root“ zu verwenden, wenn „normalize“ genutzt werden sollte . . . .

Dass ich diese seinerzeitigen Hürden überhaupt schaffte, war im wesentlichen auch einem netten Bekannten zu verdanken: mein lieber Student (TU) bewies viel Geduld, auch wenn ihm als Purist manches höchst eigenartig vorkam, was ich „meinem Linux“ abverlangte 🙂

Über Mandrake 10.1 führte mich mein Weg dann zu SuSE 9.3. Das war im April 2005. Meine Aufzeichnungen merken zwar eine Menge an Nachinstallationen von Anwendungen an, aber das war’s auch schon.
Der Vorteil von SuSE – wie auch der von Mandrake – war, dass die notwendigen Einstellungen für die Einwahl in’s Internet out-of-the-box vornehmbar waren. Die ich noch keinen Router hatte war das die bequemste Möglichkeit, schnell den Anschluss zu finden.

Es folgten openSUSE 10.0 und 10.1.. So wie alle bisherigen Distris unter KDE.

Mittlerweile war aber schon ein weiterer Kollege aus meinem Umkreis mit Ubuntu beschäftigt. Nach etwas mehr als einem halben Jahr – genauer Ende Juni 2007 – folgte ich ihm mit der Version 7.04. Das war auch nötig, weil er sich laufend über meine Prob’s mit SuSE (oder waren es Prob’s, die SuSE mit mir hatte?) wunderte. Und ich lernte GNOME kennen . . . und lieben 🙂

Der Rest ist Geschichte: ich sitze hier mit der Version 8.04, die nach Anstecken der Logitech-Webcam meiner Tochter diese erkannte und ohne weitere Arbeiten in Skype einband *freu*

Nein, keine Angst, ich will nicht schon wieder mit dem Vergleich eines . . . anderen . . . Betriebssystems langweilen 😮

Ich wollte einfach nur meiner Freude und meinem Erstaunen Ausdruck verleihen, mit welcher Geschwindigkeit diese Entwicklungen stattfinden!

Danke daher an diese und andere Communities, ohne deren unermüdliches Streben diese Fortschritte nicht möglich wären!

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Fortschritt = Verlernen und Vergessen


Herrgott, hoffentli liest das meine mathisch gebildete Frau nicht gleich 😦

Sie wird mich – berechtigt – fragen, wie sie die Überschrift interpretieren soll . . . als Mathematikerin . . . . eine Frage, die man mir mangels Ausbildung nicht stellen sollte.
Und hätte ich’s gelernt, wäre es sicherlich schon wieder über den Jordan: ääätsch!

Da sind wir auch schon beim Thema: beim Verlernen! Was hast du heute schon verlernt? Nix? Gibt’s ned! Beweis gefällig? O.k., gut, ka Problem . . . aber bitte nachher nicht raunzen:

  • das Navigationsgerät bringt uns ans Urlaubsziel: wenn wir dem Auto entsteigen, sind wir am richtigen Ziel . . . aber wo sind wir eigentli und wie sind wir dorthin gekommen?
  • das Internet als Bankfiliale: wie komme ich zu Kontoauszügen in einer echten Filiale?
  • die Termine und Adressen im Smartphone: was hatte ich heute eigentlich vor und wie war doch schnell die Telefonnummer meiner Frau?
  • das Handy zuhause vergessen: ach du Sch**ße, wie soll mich meine Tochter erreichen?
  • keine Karten für die Aufführung im Internetz gefunden: wie habe ich das früher bloß gemacht?
  • ……

Wer weiss noch Beispiele?   -)

 Los, los!