elementary OS kurz angetestet


Als kurze Einleitung ein Zitat aus Wikipedia:
„Elementary OS ist eine Linux-Distribution, die auf Ubuntu 12.04 basiert und das Ziel verfolgt, einfach zu handhabende Standardprogramme zur Verfügung zu stellen, so dass der Benutzer weniger das Terminal zu benutzen braucht.“Also ich würde eher meinen: „… das Terminal fast nicht mehr braucht“, aber dazu später. 😉

Ich hab’s mir also gedownloadet und via USB-Stick installiert. Beides war zügig erledigt, man/frau muss dazu auf keinen Regentag warten. Vor der Installation noch ein Probelauf zur Orientierung, dann als Dualboot zusätzlich zum feinen Xubuntu 13.04 rauf auf mein ThinkPad.

Das schaut dann circa so wie auf Distrowatch aus:
elementary

Spätestens jetzt wurde klar, dass der „Mc-Style“ unübersehbar ist! Das Dock – die Leiste am „Boden“ des Desktop – kann nach Belieben mit den Anwendungen der eigenen Wahl verändert werden. Das geht sehr simpel mit einem Rechtsklick auf das betreffende Icon.

Die eigenen Dateien findet man innerhalb des AppCenter, ein Ordner, der nach Linksklick auf Applications (links oben) erscheint.

Nach den optischen Eindrücken ist es die wohl größte Umgewöhnung, dass die Konfigurierbarkeit bewusst eingeschränkt wird: nicht vorgesehen ist z.B. die Änderung der Schrift oder das Ausblenden des Panels (die Leiste ganz oben).

Dieser Punkt sollte aber der Performance zugute kommen, sagt man. Ich hab’s (noch) nicht nachgemessen, aber es erscheint mir schon recht flott unterwegs zu sein.

Über das AppCenter habe ich die „eingeschränkten Extras“ installiert, nachdem der Browser Midori kein Flash Player-PlugIn mitbrachte. Da mich das noch nicht zum Ziel brachte suchte ich weiter und fand die Lösung in diesem FAQ 🙂

Zwecks Vermeidung der Systemvermüllung reichte ich noch Ubuntu Tweak nach, das war’s dann mal für’s Erste.

Den Profis unter euch ist natürlich klar, dass man eine bestehende Ubuntu-Installation recht einfach mit elementary OS beglücken kann, eine zusätzliche Komplettinstall daher nicht unbedingt erforderlich ist. Aus Erfahrung jedoch bezweifle ich, ob das Ergebnis das gleiche ist…

Und jetzt werden wir einmal schauen, ob wir beide miteinander warm werden :-o

Update 28.08.2013:
Ich liebe die Darstellung des Schriftbildes „scharf“, dies einzustellen wird mir scheinbar verwehrt. Midori werde ich noch versuchen hinzubiegen: noch fehlt mir eine Menüleiste, das Erreichen der Lesezeichen ist mir zu aufwendig und neue Tabs werden nicht automatisch im Vordergrund geöffnet…

Update 21.09.2013:
Mittlerweile hat mein T61 den Besitzer gewechselt und bei mir kommt eines mit höherer Auflösung zum Einsatz. Darauf läuft „nur mehr“ eOS. Und hier vermerke ich mir und euch einen feinen Link, um das Zeug zu tweaken!

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2 Kommentare zu „elementary OS kurz angetestet

  1. Gestern auch mal installiert nachdem ich mir den mbr zerschossen hab. Sowas ist ja immer Anlass etwas neues zu testen. Erster Eindruck okay. Sehr zart im Aufbau. Optischer Genuss wenn man’s spartanisch will. Noch muss ich mich ein wenig einlesen was wie funktioniert. Grundsätzlich ist ja nicht vieles installiert.
    Das erste Problem hatte ich, als das OS so gar nicht meine LAN-Verkabelung als Tor ins Netz erkennen wollte. Erst nach manuellem Eintrag wars dann möglich die ca. 160 Updates zu saugen und die APP-Auswahl ein wenig anzuheben.
    Dass ich auch (noch) nicht auf meinen NAS komm, wie unter LinuxMint einfach via SMB oder WebDav, stört mich da dort inzwischen sehr viel von meinen Daten liegt.

  2. akut kann ich dir auch nicht weiterhelfen, mich verwundern die probs ein wenig, da elementary os „lediglich“ auf 12.04 basiert. ich weiß nicht, welche mint-version du hattest, aber die gene sollten aufgrund der gleichen/ähnlichen quelle ziemlich identisch sein…
    andererseits habe ich schon mal unter mint probs beim tethern gehabt und unter ubuntu (gleiche release!) nicht.
    naja, berichte er halt, bist ja ein fähiger, kriegst schon hin 😉

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